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r„ sltt . ««einsten und mästen , nur eine metle auskrage, jedochan vielen orten"so tief fty , daß man keinen gründ finden könne.Die Spanier liessen nachmals diese Passage unbesucht, bis sieDracft und Cavcndish wiederum dazu brachte. Der letztereunter diesen paßirte sie an. i;yi. zum ^"^ern mal, auf wel-cher reise er aber starb. An. 159°· begab es sich, daß RichardLawkins, ein Engclländer, nachdem er eine lange zelt m dem(o grade latitudinis im gestchte von Terra ^ustrall gesegelt hat-te,' endlich an. i?y4- diese meer-enge paßirte,, und von denSpaniern nach einem scharfen gefechte an der kuste von Peru gefangen wurde. Dieser berichtete die Spanier , daß la Tier-ra dei Fuego nichts anders als eine gewisse anzahl beysam-men liegender insul» sey, nebst vielen andern dingen mehr, diefie zuvor nicht wußten, und woraus man gar leicht auf diespur von dem sogenannten Frero le Maire so etwas weiter hmgegen dem Süder-Pol liegt, aber im übrigen zum durchfah-ren eben so bequem , als das Magellanische, hingegen wegenseiner länge und vielen krümmen dazu unbequem ist, kommenmochte; wiewol doch in der that Jacobus le Maire undCornelius Schonten erst nach 26. jähren dadurch gesegelt,und selbigem des erstem nahmen gelassen haben. An. 1598.paßirten die Holländer unter Jacobo Mahuvio und Simonede Cordes diese Magellanische meer-enge zum ersten mal mit5. schiffen, und fanden einen kleinen meer-busen latiuid. -54.welchen fie den grünen Bay nennten. Zum andern mal gien,gen fie dadurch unter Oliver van der Noort an. 1600. GeorgSpielberg gicng zum ersten mal dadurch an. 1614. und her-nach wiederum an. 1615. Die Spanischen colonien wurdenhier selbst an. ^84. 85. und 86. angerichtet, wiewol mit ei-nem unglücklichen ansang Und ende. Alle, so diese meer-engepaßiret, haben angemercket, daß fie mit hohen unfruchtbarenund stets mit schnee bedeckten bergen, die fast an einander zustossen scheinen, umgeben, und einer so unerträglichen kalteund heftigen ungewittern unterworfen ist, daß nach der zeitwenig mehr dadurch gegangen find, insonderheit, nachdem dieso genannte le Mairische meer-enge erfunden worden. Osorius ,de reb, Emanuel. üb. XI. p. Z27- Ferdinand. Pizarro. Var-rones, illustres del nuevo mundo. Maffaus, lib. VIII. Marian.lib. XXVI. c. collect. rer. Indic. Becmnn. c. 1. hydrogr.Baudrand. Mary. Audiffret , &c. *
Magellanica, von den einwohnern Chica genannt, ist eintheil von dem fudlichen America, und hat diesen nahmen vonFerdinands Magellane bekommen. Es ist keine Europäische colonie allhjer, nachdem die Spanier zerstreuet worden, oderdurch Hunger umgekommen sind. Sonst waren die statte Nom-bre de Jesus und Sän Felice tu dieser gegend, welche die Engel-länder nach der zeit spvtt-weise Porto Farne genennet haben. Esist in diesem land eine sehr kalte tust, und wächset eine gewissewurtzel darinnen, capar genannt, welche die einwohner anstatt des brodts gebrauchen. Den Spaniern kamen die Pata-gvns, welche in diesem lande lebten , wie riefen vor; alleindie letztem reise-bcschreibungen der Engelländer berichten das ge-gentheil. Gegen süden zu liegt die Magellanische meer-enge.La Tierra del Fuego wird von einigen die Magellanische insul,und die umher gelegene see das Magellanische meer genennet.Dieses so genannte Feuerland, welches südwärts von America ,und auf der andern feite der Magellanischen meer-enge liegt,bestehet aus unterschiedlichen insuln, und hat diesen nahmenvon dem vielen feuer bekommen , welches man bey der erstenlandung darauf sahe. Das fort St. Julian , wo Magellaneswinterte, und einige von semen ausrührischen soldaten an. 1519.abstrafte, und deren haftn Deseada, liegen auf der östlichenfeite von Mageüanica. Letztgedachter Hafen, welcher auch Ba-ya de los Abejas genennet wird, hat eine einfahrt, so ohnge-fehr eine halbe meile breit ist, nebst 22. insuln und 2. stein-klip-pen, die man bev grossem Wasser nicht sehen kan. Der erd-boden ist voll weisen sandes und ohne bäume, hat aber viel süs-se wasser, womit sich die schiffe versorgen, wann sie nach dermeer-enge zu gehen. Ausser Magellane haben auch Drake, Ca-vendish , van der Noort und andere mehr daselbst gelandet.
Osorius Herrera. Texeira. Sanßn. Gonzales. Fernandez de Ovie-do,del Estrecho de Magell. Collect. Ind. &c.
* Magenheim, Mögenden«, oder Monheim , eine ehe-malige lehr berühmte und reiche Freyherrliche familie inSchwa-ben, deren stamm-und wohn-ftbloß gleiches nahmens auf demheutiges tags also genannten Michelsberg im Zabergau, ge-gen dem Craichgau zu gestanden, nachgehends aber abgebrochen,und in eine kirche verwandelt worden. Sie soll vor zeiten fastdas gantze Zabergau, und unter andern auch die städllcin Bra ckenheim und Güglingen , und das schloß Blanckenhorn beses-sen haben. Crujius , annal. Suev. paralip. c. 10. ivaltzensWürremb. St. u. N. Qu. p. 206. allwo es auch heißt, dieseHerrschafft sey schon von Clodoväo aufgerichtet, und nachge-hends zu einer Grafschaffc gemacht worden. UlrichvonMa-gcnhcimlebte an. 1279. Znisolph, an. i;2o. dessen söhne oderbrnders söhne, waren Wilhelm, Probst zu Suberhovcn, Ul-rich, ein Mönch';» Selz, Friedrich, cin Teutscher Herr, Hein-rich , Commenthur zu Erningen und Erckingen, welcher an.i;6z. gestorben, und in der St. Johannis-kirche zu Bracken heim begraben worden. Ulrich wird in einem kauf-briefeGraf Conrads von Vayhingen an. i U 8. als zeuge angeführt.Anna von Monheim lebte an. 1179. in der ehe mit Grafen Johann von Cimbern. Diese familie wird auch unter den gut-
thätern des klosters Bebenhausen angeführt. Crußi aanalespaffim. IValtz, 1 . c. M. Steinrveeg. MSct. ’
Maggia , lat. Madia, Teutsch Meynthal, eine von bin4. Maylandischen Landvogteyen, welche an. izir. der Heimvon Mayland, Maximilianus Sfortia, wegen geleisteter Mden i2. ersten Schweitzerischen Cantons überlassen hat. x«,nahinen Maggia, oder Val Maggia , hat es von dem juiMaggia, welcher selbiges durchfließt, und bey Locarno in denLago Maggiore sich ergießt; der beste ort und reßdentzdcs Lant-voqts heisset Cevio, und ist ungefehr von Locarno ;. weilen imhohen gebürge gelegen.SchaupI.des kriegs in Italien,p .;?:.
* Maghmud, oder Mir-Maghmud, war ein söhn b-sMiriweis, und befand sich als ein lüngling von >8. jähren umHofe des Mir-Abdalla. Hernach ward er ein Fürst der Aghm-ner, und endlich König von Persien . Er hatte eine ziemlichekriegs-erfahrenhcit erlanget, zzidem er seinem vattcr, bey seinenfeldzügen, niemals war von der feite gekommen; weswegen ihnauch derselbe vor seinen übrigen beyden söhnen lieble. Tie-fen Mir-Maghmud ließ Mir-Abdalla allzu weit in bie kaneseiner geheimnisse sehen. Der junge mensch merckte alles, mivorgieng, bekam auch eine abschrift von dem briefe, welchenMir-Abdalla heimlich an den König geschrieben, von oiM-sehr in seine Hände. Weil er nun von natur zu grausamkei-ten, gewallthäligkeiten und lauter bosheilen geneigt war, be-schlösse er bey sich selbst, seinem vetter Abdalla, wannereinS-mals des nachts schlafen würde, das leben zu nehmen; mel-chcn Vorsatz er auch ins wcrck richtete, des nachts hinein zu sti-ncm schlafenden vetter schliche, und denselben ermordete. &bald nun dieses geschehen, lief er nach der Perster gewohnheüCwann sie nemlich eine wichtige fache anzeigen, und die gt,meinte zusammen rufen wollen,) auf einen thuen, wo«paucken stehen, und rührte dieselben, weshalben sich das tuteobschon zur ungewöhnliche» nacht-zeit, aufdem grossen mankl-platz zu Candahar eiligst versammelte. Sodann stiege Mzh-mud vom thurne herab, führte vor dem versammelten volileunterschiedene stellen aus dem Alcoran an , redete von bafürtreflichkeil der religions-kriege, erzehlte ihnen, was er inseines Vetters an den König in Persien geschriebenen trief ge-lesen , auch wie dieser sein vetter nur der Wollust und ruhe;npflegen, sich und die Aghwaner den Persianern von neuem ha-be wollen unterthänig machen; sey dahero nicht als ihr freundsondern vielmehr als ein verräther anzusehen. Hieraufgab erdas concept des briefts, welches Abdalla mit seinen eigenenHänden geschrieben gehabt, den vornehmsten und allen andernzu lesen. Ja er bekannte zu gleicher zeit, mit lauter stimme,daß er den Abdalla mit seinen eigenen Händen um das lebengebracht habe. Als die Aghwaner nach durchlesung kesbriffserkannten, daß alles die Wahrheit sey, sich auch wohl erinnert. teil, wie Mir - Maghmud bey seines vatters lebzeitcn demkriege stets beygewohnel, und ein tapferes gemüth habe, er-wehlten sie ihn zu ihrem Heerführer. Nachdem er aber dir «-gierung zu Candahar angetreten , ließ er alle anhanger dckAbdalla aus dem wege räumen. Er zog auch eine armce m-finnmen, und beunruhigte damit beständig die benachbartenHazaräer. Diese bewohnten eine besondere vrovintz, »ndhewten auch ihren eigmen Gouverneur. Sie stammten zwar von mAghwanischen nation her, und waren auch ehemals imt denjekden vereiniget gewesen, nachhero aber wegen unterschiedener rc^gion von ihnen abgesondert worden. So war Maghmud gicicyanfangs bedacht, die Hazaräer wieder mit den Aghwanern zuvereinigen. Aber der haß, welcher zwischen ihnen herc>cheli,nnoder entweder wi'ircklich von der religion herrühreie, oder wo-bey auch die religion nur zum vorwand dienen muste,,vcryn>'derte solche Vereinigung, und machte, daß die Hazaraer, vonder zeit an, als die rebellion der Aghwaner ihre» anmng Kom-men , bis hicher in ihrer treue gegen den König von Pcrlicn M-stärcket wurden. Als aber Maghmud sahe, daß der weg mergütlichen Handlung mit den Haz'aräern umsonst war, crE »die Waffen wider sie, that einen starckcn «»fall in ihr l«nr, ^11.häufele auf eine solche art darin», daß die Hazaraer , nm n"der gewaltthätigkeiten und feindseligkeiten des Maoh"^'befreyen, sich ihm zu ergeben, und sich wieder milden 3 ^.nern zu vereinigen, gezwungen sahen , weis sielen nicht länger widerstehen konnten. Dieses gereiw»^Maghmud um so viel mehr zur ehre, weil es sein vaitss -'»sweis nicht so weit hat dringen können, und die dm> 0 nwurde am Persischen Hofe verdoppelt, da er sahe , sssr.Maghmud noch mehr zu fürchten sey, als Miriweis gcm->-Mir - Maghmud hatte seine iugend schon durch kühne uno .liche thaten allzu sehr berühmt gemacht, und weil erauaVereinigung zuwege brachte, so hatte Persien einen gcM -krieg mit den Aghwancrn zu besorgen, wann der jawenoch bev guter zeit vorgebeuget worden. Man bcreum«-^^nach, daß man diesem jungen menschen deretts zwey jw.jähre lang zugesehen hatte, ohne bedacht zu «rnn- }W \ N -vermessenheil mochte einhall gethan werben. Aunmwiwurde cin grosser Kriegs-Rath über den zustand der aM -,halten, und beschlossen, eine armee wider den Magd ^schicken, welche der Sephi-Kuli-Chan commandircii lou - ^ ^ser nahm aber das commando nicht an; demveacnnur zum scheine seinem söhne übergeben, welchen er i- jals einen 16. jährigen lüngling unbegleitct m den rraolassen konnte. Als die Hazaräische» Aghwaner, wc>w-
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