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mar 1085
l«94. den 14. mertz , und verließ etliche Dissertation«. Carpszovs qrl'inende gedeine.
Martinianus, ein Capital» oder Kriegs-Hauptman», wel-cher sich durch seine tapferkeit unter Licinii nrmee in die höhebrachte. Er war erstlich Magister Officiorum , worauf ihn derKavser in Chalcedon zum Caesare machte. Und zwar so legenihm die geschicht-schrerder mehrere ehre nicht zu; da im gegcn-theil verschiedene unter seinem nahmen vorhandene müntzcn ihngar Augustum nennen. Doch wie dem allem, so währte seine ge-malt gar kure. Denn als kaum zwey monat verflossen, wurdeer nach der blutigen schlacht, welche Constantinus nahe bey Chal-ccdon gewonnen, den überwinden, in die Hände geliefert, die ihnan. ,24. in Cappadocia in stücken zerrissen. Siehe Licinius . *
Marlinico, oder Martinique , eine Americanische insul,und zwar eine von den Antillcs oder Caraides ; die alten ein-wohner hiessen sie Madarina; die Spanier aber gaben ihr dennahmen, den sie ietzo führet. Sie ist ohngefehr 16. weilen lang,von ungleicher breite, und begreift 4;. in ihrem umfange.Die Franzosen haben sich seit an. ,6,;. darin» niedergelassen,und sind von den Indianern oder Caraibes öfters heraus ge-schlagen worden- Sie ist anjetzo eine von den volckreichstcn in-suln vnter den Antilles. Das land ist sehr gut und fruchtbarvon roback und maniac. Desgleichen hat man auch darinnenzucker, zimmetrinden , baumwolle, erd-äpftl, Indianische fei-gen u. d. g. Übrigens findet man daselbst sehr schädliche schlan-gen , welche den Indianern in die Häuser, ja auch in ihre be-then kriechen. Es ist auf dieser insul nur ein kort, St. Petrigenannt, und auf den küsten findet man viel schnccken. Dieheutigen davon vorhandene relationes berichten, daß 40. flüssedarinnen seyn, deren einige eine gute strecke ins land hineinschiffbar seyn sollen. Die Engclländer landeten unter Franci-sco Whaler an. 169;. auf dieser insul an, überschwemmctenden gröstcn theil davon, und ruinirten ohne sonderlichen wider-stand alle zucker-pflantzen , wie auch andere fachen mehr. Du
Tertre. linchot. Rachesort , bist. des Antilles.
Martinicz, das geschlecht der Grafen Borzita von Marti-nic; hat aus Böhmen seinen Ursprung, und ist vormals vondem schloß Smeczna, so es in diesem Königreiche lange besessen,Schmesanski, auch anfangs Boruta und hernach Borzita ge-nennet worden. Andere aber führen seinen Ursprung von denvornehmen Grafen Stossonibus her, welche bey den alten mäch-tigen Hertzogen von Breßlau aus dem Königlichen Plastischenstamm aus Polen , als Woywoden und Magnaten in demXlll. sLculo in diensten gestanden. Und wie die Herren vonStosch in Schlesien auch daher entsprossen, also führen diesebende samilicn annoch einerley wapcn. Bohuslaus Borzita vonMartmic; war ein söhn Iohannis Borzitä von Martinicz, Ca-stellans zu Leutmeriz und ein cnckel des Freyherr» Henrici vonMartlnlcz, ein ur-enckcl aber Smilonis. Er >var der erste stif-ter des schlosses Smeczna, und lebte an. 1261. Von seiner ge-mahlt» Offka von Dternberg, einer tochrer Jaroslai von Stern-berg , bezwingers der Tartarn in Mähren , hinterließ er Ia-roslaum I. Borzita, welcher seine Hcrrschafft Martinicz gegenNazic; und Oticz vertauschet, auch in seinem alter Burggrafzu Prag worden. Er lebte bis an. izrr. und hatte zwey gemah-linnen, Maraaretham Freyin von Nazicz, und Ludmillam,Freym von Nachod , von welchen er ein vatter Petri HroniS,Adalberti und Bcnef oder Benedicti wurde. Unter diesen ver-mählte sich Hron Borzita von Martinicz, Herr in Nazicz, undOncz, mit Offka, Zofska oder Sophia, Freyin von Wartenberg,und zeugte n.,i ihr Johanne,« II. Dieser wurde an. iziy. vondem Kayser Ludwig aus Bayern in der schlacht wider die Her-tzoge von Oesterreich zum Ritter geschlagen , und von seiner ge«mahlin Johanna, Freyin von Swamberg, ein vatter Przibä,die an Wilbelmum Krabicze von Weytmill vermählet worden,und Otlonis , welcher den Kayser Carolum IV. nach Rom be-gleitet, und an. 1,55. seine tapferkeit in dem Pisanischen aus-ruhe, welchen die bürger dieser stadt gegen den Kayser erreget, be-wiesen hat. Seine gemahlin Anna, Freyin von Nucksteü, , ge-bahr ihm Hineck, des Kaysers Wenceslai Marschall, Stepha-num Poduska , so an. i zyki. in Carlstein das leben eingebüsset,nachdem er vorher» Capital» über die gardc des besagten Kaysersgewesen, und Iaroslaum II. Dieser war der beyden KayserCaroli IV. und Wenceslai Rath, und erkaufte das Jus Patrona-te, nebst dem begrabnis für sich und seine nachkommen in dercapelle zu St. Andrcä und St. Laurentii der haiipt-kirche zuPrag , an. M77. Seine gemahlin Anna Catharina von Stern-berg machte ihn zum vatter Marquardi, welcher in einem hohenalter das zeitliche gesegnet, und von Anna, Freyin von Quirze«ticz, nebst Elisadetha, die Iohanni Kostka von Postupic; ver-mählt, Iohannem III. hinterlassen. Johannes III. war bey demKönig George in Böhmen Marschall , und bey der KöniginJohanna Hofmeister. Als er sich bey dem Hertzoqe Philippodem gütigen in Burgund mit dem Herrn Löwe von Rozmital,einem druver der Königin Johanna, aufhielt, wurde er zumRitter des güldenen Vlicsses gemacht. Um das jähr ,46;. baue-te er das alte schloß Smeczna und die capelle zu St. Anna.Von keiner gemahlin Anna Berdekiana erhielt er verschiedeneklnder, worunter Wilhelmus das geschlecht fortgepflantzet.Denn dieser zeugte nul seiner gemahlin Elisadetha Kostateczkavon Kolowrath Hinkonem, welcher des Königs Uladislai und Lu-dvvlc, Rath , auch nachgehe,,ds des letzten, Marschall, Oberst-* Hlstsr. LnxK.au lv. Theil.
Land-Richter und Bice-Bnrggraf zu Prag an. 1522. worden,Iohannem IV. Georaium I. des Königs Uladislai Rath undCammer-Herrn, Wolffrum, und Henricum, so gleichfalls desgedachten Königs Cammer-Herr gewesen, und an. izaz. gestor-ben. Johannes IV. zeugte Elisabetham, die an Wilbelmum,Freyherr» von Wartenberg, vermählet worden. Wolffruszeugte unter andern kindern Iohannem V. der aber in seinentöchtern wieder ausgestorben. Georgius I. des Königs Ula-dislai Rath und Cämmerer, war der einige, welcher eure geseg-nete nachkommenschaffl von seiner gemahlin Dorothea , Freyinvon Wartendcrg, erhielte: denn diese qedahr ihm unter andernkindern Iohannem VI. welcher der Kayser Ferdinandi I. undMarmnliani II. Rath und nachmals des Königreichs Böhmen Ober-Cantzler worden, auch mit seiner gemahlin Isolda, einertochtcr Petri Berka, verschiedene linder beyderley geschlechts ge»zeuget. Unter den töchtern wurde Maria an Zdenkonem, Frey-herrn von Waldsteini, und Elisadetha an Wencesiaum, gleich,falls Freyherr« von Waldstein, vermählet. Von den söhnen be-kleidete Zdislaus die stelle eines Ober-Müntz-Verwalters in deinKönigreich Böhmen , sein druder Georgius aber eines Ober-Cammer-Richters »ndCantzlers. Der dritte sohwIaroslaus III.war bey dem Kayser Rudolpho II. Cämmerer und Rath, undstarb an. izgr. in dem rasten jähre fernes alters, von JohannaDaczickv von Barehowa unter andern kmdern Isoldam , Frie-drichs, Burggrafen von Dona gemahlin, und Iaroslaum IV.hinterlassend. Dieser führte zuerst den titul eines Graftn vonMartinicz, vertrat auch bey den Kayfern Rudolpho, Mailhia,Ferdinande II. und III. die stelle eines geheimen Raths undOber-Burggrafen zuPrag,wie auch vordersten Iweum Tenentis.Er wurde erst nach dem tobe seines vatters gebohren, und hattedrey gemahlinnen, Mariam Ensebiam, Freyin von Stern-berg , Elisabetham Magdalenam, Gräfin von Wrtby, undCatharmam Franciftam von Geßieticz. Er hatte verschiedenelinder beyderley geschlechts. Von den töchtern wurde ElisadethaCorona an den Grafen Florianum Theodoricum Zkiarsky, Lu-creiia Ottilia, stifterin des Jesuiter-Lollegii zu Clacau, an Uldal-ricum Franciscum Liebsteinsky,Freyherr» von Kolowrath, Bar-bara Eusedia erstlich an Sczvmam von Wrtby, nach dessen rodeaber an MarggrafChristian Wilhelmen von Brandenburg , undendlich Ursista Pvlyxena an Graf Wencesiaum Gevrqium Ho-iivsky von vternberg vermählet. Unter den söhnen sind G> or-gius Adamus, Bernhardus Jgnatius, Ferdmaudus Leovol,duö Benno und Marimilianus Valentinus zu mercken. Vondem ersten soll nachmals mit mehrern gehandelt werden. Fer-dinandus Lcopoldus Benno wurde Probst zu Wissehrad, wieauch Dom-Herr zu Halberstndr, Passau , Reqenspurg, Briren,Prag , Olmütz und Saltzburg. Die übrigen zwey pflantzlcn dasgeschlechte fort. Bernhardus Jgnatius, des Kaysers Ferdinan-di III. und Leopoldi geheimer Rath, Ober-Burggraf zu Prag und Ritter des güldenen Vliesses, hatte zwey gemahlinne», Ve-ronicam Polyrenam , Freyin von Sternberg, und nach derentode, so an. iö$ 9 · erfolget, Sujannam st'olyxenam, Gräfin vonDietrichstein . Er wurde von ihnen ein vatter eines sohnsFerdi-nandi Jaroslai Norderti, so aber an. 164z. in zarter blüthc wie-derum verstorben, und dreyer töchter. Von diesen wurde Ma-ria Elisadetha Francisca an Graf Franciscum von Wrbna, Ca,tharina Barbara Francisca an Graf Franciscum GallaS, undTheresia Francisca an ihrer schwester mann, Graf Franciscumvon Wrbna, veeheurathet. Der jüngste söhn MarimilianuSValentinus, Graf von Martinitz, Herr in Brunnersdoi ss, Ha-gendorff, Bistritz , Oder-Burggraf des Königreichs Bohmen,starb an. rüg«, nachdem er mit seiner gemahlin Anna CatharinaBukowky, Frauen auf Evannowitz, gezeuget Iaroslaum V.;Annam Franciscam Barbaram, so erstlich an Graf JohannLamdert vonLamdoy und nachmals an WenceslaumNorbertumOctavianum, Grafen von Kinsky vermählet worden au. ,694.aber im dec. zu Jauer in Schlesien gestorben ; ferner GeorgiumAdamum Jgnatium, und Gmdobaldum Maximiliauum. Dererstere von den söhnen, Jaroslaus V. Bernhardus, Graf vonMartinitz, vermählte sich mit Clara Rosalia , Gräsin von Kau-nitz. Sein söhn Adolph Bernhard deö H. Röm. Reichs Grafvon Martmitz, Regierer des Hauses «Lmetschna , Kayftrlicherwürcklicher geheimer Rath und Cämmerer, wie auch KöniglicherStatthalter in Böhmen , wurde der verwittibten Kayserin Eleo-norä Oberst-Stallmeister. Der andere söhn, Georgius AdamuSJgnatius, Graf von Martinitz, Regierer des Hauses Smelschna,Ritter des güldenen Vliesses, Kayftrlicher würcklicher geheimerRath und Ober-Hof-Marschall bey dem Kayser Leopold», wieanch Botschaffter zu Rom , und Vice-König zu Neapolis, starbam fchlagfluß zu Prag den 24. »st. an. 1714. Er hatte erstlichzur gemahlin Mariam Felicitatem, Gräfin von Spauer, dieihm'Adolphum und Thercsiam gebohren. Nachdem aber dieerste gemahlin gestorben , legte er sich Mariam Ioftpham, deSGrafen Adolphi Wratislai von Sternberg tochter bey, undwurde von ihr ein vatter vierer töchter, davon Maria Anna au.169«. im iun. zu Rom gebohren worden. Der letztere söhnMaximiliani Valentini , Guidodaldus Marimilianus, Grafvon Martiuitz, Kayftrlicher geheimer Rath und Hatschier-Hauptmann bey dem Kayser Ioftpho, wurde an. 1708. Ober-HoftMarschall und an. 1716. der Kayserin Eleonorä Oberst-Hofmeister. Er vermählte sich an. 1690. mit Maria Bonaven»tura, des Grafen Michaelis Wenceslai von Althan tochter, undzeugte mit ihr Josephum und Carolum, davon jener Königl
D v y v ; Appr!