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na, bey ihrer ersten ankunft in Spanien , an land, wodnrch ver-möge einer alten gewohnhcit dieser ork auf gedachterKomgln leb-reiten, von allen anlagen frey wurde. Colmewr, dehc. de l Ftp.
P *iTi«teltca, oder MateUica, eine Italiänische kleine stadtin derAnconitanischen Marck im Kirchen-Staat, oberhalb Esi»wischen Fabriano und Vt.Severin, 7. messen vom erstemgelegen, ist von Rosiv , einem söhn Rosellä, nach erbauungder stadt Rom im jähr 100. erbauet, Anton, itmerar. III. undsoll ehemals eine inunicipal-stadt gewesen seyn. Es gedenaenihrer Fronlinus, de eoloniis, und Plinius , III. 14- welcherletztere deren einwohnerUatilicates nennet. Sie hat viele zuknegs-und friedens-zeiten berühmte männer hervor gebracht,unter denen insonderheit Conradus anmerckltch ist , welcher alscommandirender Bologncs,scher General an. 1404. in einer de-lagcrnng sein leben eingcdüsset. & werden allda ausser eineralten Collegiat-kirche noch viele andere kirchen , fünf Monchs-und zwey Nonncn-klöster gczehlet. Vor diesem hat es auch einenBischöfflichen sitz allda gehabt, der aber wegen geringer und ge-schwächter einkünfte nach Camerino verlegt worden. Caroi. deS. Paul, ingeogr. S. p. Coletus , in append. ad UgbeütItal. sacr. tom. X. p. 1 ;o.
* Matenes , (Johannes Fridericus ) war aus der zahlderjenigen Gelehrten, welche von raren und seltstiincn dingenschreiben, und dasjenige mit (Teig untersuchen, welches in dermenschlichen gesellschafft keinen nutzen bringen kan. Wir ha-ben ihm zu verdancken ein Syntagma Critipum über die ge-wohnheit auf der Printzen gesundheit zu trmcken , welcl)es eran. 1657. hat heraus gehen lassm. An. 1649. gab er ein an-der tractätlein andas tag-lichk, welches zwar ecwas nützlicherscheinet, und von dem mißbrauch des prachts in den kleidernhandelt, aber doch ehendcr auf eine curiose als moralische weisetractirt ist. Kanig.
iTTatem, Istt. Mateala, eine stadt IN dem Königreiche Nea-polis in lerra di Otranto , nebst einem Vißlhum unter denErtz-Bischoff zu Cirenza gehörig.
* Materan, oder Materam, ein Königreich auf der insulJava M Asten, welches seinen eigenen König hat, der sich Kay-ser von Materan , oder wie einige wolle», von Japara schrei-bet , aber nicht, wie andere sagen, von Java; denn anjetzo be-sitzen die Holländer fast die gantze insul. Doch mag er sichwol vor zeiten so geschrieben haben, ehe er die Holländer vorseine souveraine Herren erkennen muste, und dieses geschahe rmjähr 168?. da er mit seiner lcib-garde, welche in 10000. ge-wachsen weids-personen (die ihn bey tag und bey nacht bedie-nen musten) bestund, wider die Holländer zu selbe zog , { umdieselben aus Batavia zu vertreiben, ) und von denselben über-wunden wurde, wobey denn 1000. solche Amazonen ihr lebeneinbüsscn musten. Nach diesem hält er zwar noch jetzo 400.solche concubincn, welche allemal die schönsten kmder aus demlande, aber doch nicht mit den vorigen zu vergleiche» sind. IhreWaffen sind noch jetzo scharfe lantzen, und leichte feuer-rohre;aber sie baden keine gelegenheil mehr dieselben zu gebrauchen.Unterdessen hat doch gleichwol eine jede etwas besonders zuthun, z. e. eine sorget für des Königs tabac, die andere vorseine Pantoffeln, die dritte hält ihm einen sonnen-schirm über dasHaupt, die vierte wedelt ihm die fliegen von der nase, und dieübrigen haben etwa» eine andere dedienung, die zwey oderdrey Cammer-diener alle miteinander verrichten könnten. Diesind am glücklichsten darunter, die er ctwan an seine gönstlingevcrschencket, welche sie sodenn als rechtmäßige gemahlinnen hal-ten. Er wollte auch den König von Bantam zu seinem Vasal-len machen, aber dieses ' gieng wieder nicht an. Me/ijj'. ingeogr. noviss. P. II. p. 477. Hühner.
St. ilisttcrnuö, Bischoff zu Trier , war des heiligen Apo-stels Petri schüler, von welchem er nebst Euchario und Valeriodas Evangelium zu predigen ausgeschickt wurde. Man sagt,daß er aufdem wege nach Trier in dem Elsaß gestorben , unddaß Petrus , als er durch dessen zurückgekommene gefährtenNachricht davon erhalten, seinen Bischoffs-stab mitgegeben, wo-mit sie ihn wiederum lebendig gemacht, nachdem er schon 40.tage todt gewesen. Hierauf soll er um das jähr Christi 90. Bi-schoff zu Trier worden seyn, sodann auch die einwohner zu Cölnund Tongern bekehret, und an diesen beyden orten gleichfallsden ersten Bischoff abgegeben haben. An. i ?o. starb er zu Cölndas andere mal, worauf alle z. Bißthümmer seinen leichnamhaben wollten. Damit aber der streit geschlichtet werden möch-te, wurden sie untereinander eins, seinen cörper auf ein schiff zulegen, und solches der gewalt der winde zu überlassen, welche so-fort den leichnam nach Trier getrieben, allwo er in Eucharii undValcrii grab geleget wurde. Man schreibet ihm verschiedenewundcrwcrcke zu, die sowol bey stmem leben, als nach seinemtobe durch ihn sollen seyn verrichtet worden. Bro-werus. annal.Trevirens p 14;. seqq.
* iTtatccnus, ein entlauffener svldat, hatte sich im jähr 187.zum anfnhrcr eines räuberischen hauffens aufgeworffcn, undward endlich so mächtig, daß er mit einem gantzen kricgs-heerzu selbe gieng, und grosse städte einnahm, welche er verbrannteund ausplünderte, daß also gantz Gallien und Spanien vor ihmztttern musten. So bald der Kayser Commodus hiervon Nach-richt erhalten, ließ er an die Landvvigte dieser provintzen einige
brieft abgehen, welche mit bedrohungen ihrer nachläßigkeit tuabwendung dieses Übels angefüllet waren. Maternus und dieseinigen hielten sich nicht starck genug gegen die kriegs - machtdieser Landvvigte, sie vertheilten sich demnach, und giengen inaller stille mit kleinen Haussen nach Italien , worauf Mater-nus höhere gedancken bekam, und den Vorsatz faßte, sich durchdes Kaysers tod auf den Römischen thron zu schwingen, worzuer nachfolgende gelrgenheit bequem zu seyn urtheilte. Zu Rom sollte der gewohnheil nach ein gewisses fest der mutier der göt.ter zu ehren gehalten werden , an welchem es jederman freystunde, sich nach belieben zu verkleiden. Maternus gedachtesich nebst etlichen von den seinen als Kayserl. leid-wachen anzu-kleiden , damit er auf solche art nahe zu der Person des Com-modi gelangen, und diesen Kayser hinrichten könnte; er wardaber von einigen seiner mitgenvffen verrathen, in hasst gebracht,und yi verdienter strafe gezogen. Herodian. lib. I.
Matha, (Johannes de) stifter des ordeus der Trinitario-rum.^ siehe Johannes de Matha.
Matharea oder Mathcrea, ein sehr lustiger ort, ohngefehr2. meilen von Neu-Cairv in Egypten, allwo die bäume wachsen,welche vor zeiten den rechten balsam hervor brachten. Es istdaselbst ein wunder-brunn , und verschiedene andere merckwür-dige dinge mehr. Bey dem emgang in de» Hof ist eine Türckischebat-capelle, worinn ein kleiner marmorstcinerner trog von ver-schiedenen färben zu sehen, welcher stets mit wasser aus demwunber-brunnen angefüllet ist, so der Cophten oder der Egypti-schen Christen vorgeben nach , zum gebrauch verheil. JungfrauMaria, als sie in Egypten gewesen, entsprungen seyn soll. DieMahometauer sagen, daß er seine quelle in Mecca habe; daSWasser ist/ehr hell und gut. Von dar gehet man in einen gar,ten, welcher mit mauren umgeben ist , und unterschiedliche feinebäume hat, worunter ein sehr alter maulbeer-baum stehet, vonwelchem die Cophten meiden, daß er sich wunderbarer weise vonseldsten aufgethan habe, die heilige Jungfrau Maria mit ih-rem kmde JEsu einzunehmen, und sie vor Herodis soldaken,die sie verfolget, zu verbergen , in welchem stände er bis an.iü;6. geblieben , da das sich eröfnende stück weggefallen seynsoll. Ferner setzen sie hinzu, daß die heilige Jungfrau einezeitlang in Matharea sich aufgehalten, in dem gemeldtcn wasser-trog ihr leinen zeug gewaschen, und inzwischen ihr kindleinin ein loch an der mauer zu setzen pflegen. Gewiß ist es,daß dieser garten vor zeiten mit rechten balsam-bäumleinen be-setzt gewesen, welche nur zwey schuh hoch, und allezeit grünwaren. Die zweige sahen den wcinstdcken ähnlich, und dieblälter dem basilicn - kraut. Der balsam war eine art vonröchlichem wasser, welches aus dem holtz der bäumlein, wennman darern schnitte, heraus lief. Nahe bey dem garten isteine zugespitzte faule oder Pyramide, nebst einigen überblie-be,ren stücken von feinen gebauden. Allhter schlug der Sultan Selim sein lager auf, als er an. 1517. Groß-Cairo einnahm.
1 /anueb, voyage d’Egypte. 'I'bevenot, voyage de Lev. Davity,de Aftica.
; * Matharellus, (Anton) ein gelehrter Franzose in dem >6.jahrhunbert, war Ober-Procuraror bey der Königlichen'Fraumulter. Er kam mit Frantz Hottomann in streit, nachdem erauf dessen Franco-Galliam eine antwort ausgefertiget, welchezu Paris 1575. in 8. hernach im folgenden fahre zu Cöln mitdes Hotkomanns buch selber , dann zu Francksurt i;86. undiü6;. gedruckt worden. Es hat zwar Hottomann sich barwiderzu rechtfertigen gesucht, aber, wie Papirius Massen geurtheilet,mehr zorn als gründllchkett dabey blicken lassen. Seine schrift,d,e er dagegen unter dem »ahmen Matagon von Alaragoniburheraus gegeben , führet den titul: Alomumale adversus Italo-Galiiam , live Anti-f ranco-Galliam Antonii Matharelli, ntlbist an. i;7;. 1578. r;84. und lzyz. gedruckt. LeLcng, bibl.histor.
Mathatias, ein Priester und Alt-Vatter des Maccabäi-scheu oder Asmonäischen stamms , und der selbst aus dem Jo-raribischen geschlechte gebohren war. Er konnte ohne groß hcr-tzeleyd die zu Jerusalem im schwang gehende greuel, nachdemdiese stadt vo» Antiocho eingenommen worden, nicht mit anse-hen, und begab sich dahero mit seinen 5. söhnen in die kleinestadt Modi« in dem stamme Juda, allwo er gebohren war, A.M. 3887· Allein des Antiochi svldatcn verübten ihre lvranneyauch daselbst, und zwangen die Jüden, den götzen zu opfern.Mathatias aber und seine kinder blieben beständig bey demwahren gottcsdicnst. Als er einsten einen Jsraeliten den götzenopfern sahe, gerieth er dadurch in einen so starcken eifcr, daß erselbigen samt dem von Antiocho abgeschickten mann, der ihn zudieser gottlosigkeit nöthigte, tödtete, worauf er nebst seinen lin-dern und vielen andern auf das gebürge flöhe. Es gefiel GOtt,durch ihn des Antiochi Hochmuth niederzuschlagen, «nd denwahren gottesdicnst wieder aufzurichten, welchen gedachter Fürstfast gantz zerstöret hatte. Darauffieng die Asmonäische regie-rung an, welche bis zu Herodis deS grossen zeit währete, undfast stets mit der Verwaltung des Hohcnpriesterlichen amts ver-knüpft war. Einige sind der meynung, daß Mathatias diesewurde zuerst qeführer habe; allein es ist glaublicher, daß es seinältester söhn Judas Maccabäus gewesen. Ein jähr hernachstarb Mathatias. 2. Maccab. Joiephui , lib. XII. antiq. 6 i I.de bello. Tomiell. St Salian. in annal . V. T-
Matbe«