UiSükntzttn
-r-Mcht.
Paris.
von dem Königreiche Franckrcich. »7
LxoikiwlS. Vier gegen mittag. la Grrpen-»re/ le Langvcdoc, le Detphinat oder l)3u-piüne.rmd 1L Provence. Nachdem aber dieCronFranckreich seither durst) die surtressichen con-jliia der beyden Cardinale/ Richelieu und Ma-zarin/ wie auch durch den hohen verstand und diegrossen lucceüen der itzigen nun durch ein halbesSeculum hindurch herrschenden Konigl. Ma-jestät die glückstligkeit gehabt/ so viel schöneLandschafften mehr zu erobern und durchschwcrdt und palmen zu 3c^uinren;So ist die an-zahl der Gouvernements gestiegen / und stehetin des Königs willen / wie viel und wohin erieine Stadthalter fetzen/ und wie er die Land-schafften aämiiMriren lassen will. Die gros-se und kleine Provintzien sind aber folgende:
I/Hgsnoi;, 1/^ldiZLoiz, I.' ^lbrct, f'
Anac, d,' l' /^ngoumois, ls ?3i; ä'
? /luvergne, le L-W6oi;,!s Learn, Ig Leguste, leLsaujoloirileLcirz-staLigorrssts Lloilöi;, IsLour-bonnoi;,l3 Lrells, la öretagne, ls kourgogne^la LIi 3 mp 3 gns, le Llisrreloir le Lonfcrrän;, ls Del»pirinüt, la kranee, le korer, ls koix, la 6a;cogne, la6ri)^cnne, le d.abour, le; I^an^e;, ls d.3NAvecloci1s I.^or>noi;, le dunolm, la Xlarcve, le Ivlg^ne» labslle dtavarre, le dlivernois, la dlormgnclie, l'Or-jannol;, la ksrclaests perlgorä, la vicaräis, lekol-üou, la krovence, le ()uerc^, la Kaverne, laLalo^ne, la Louie, la lourairae, lc Venciomoi;, lsVenill^, le Vivarer, und ls XaintonAe.
Die zu Franckreich gehörigeInsulen seynd:sIsle de Re und stIsle d'Oleron/ auffm ^gui-tanischm meer/ dem Paisd'Aunis gegen über:Ferner les Astes zwischen Brest und St. Ma-ls; nicht weit darvon aber seynd einige Znsulen/darunter dieJnsul Ouesand sonderlich;» mer-cken / weil die flotten zum össcern daselbst vorancker zu liegen pflegen. So dann die AnsulBelile auss ven küsten von Bretagne; auffdemMittelländischen Meer aber die lnsula-^coccbacle;oder ls; Isis; 6e Hiers;, und an den Küsten vonkoiötou die Anflll dloir Xlouliicr.
Paris ist eine von denen grossesten und volck-reichsten städren in Europa/ und das Haupt ingantzFranckrcich/darinn der KoniglichePalast/Louvre oder Lupara genannt/von welchem daswohlgefaßte Lx>igramma gemacht worden L
Das ist:
viß hauß gleicht einet stadt/ die stadtder ganycn erden/
Doch Ludwigs sieges-glück kan keinesähnlich werden.
Welches aber eine stachlichte ftder folgendermaßen umgekehret:
PH//' />// -»/?»///>/,? ///5?^«e?
o?^ e/?, A" -»/Ho?
Man kan es auch noch kürßer geben:
k?///-»/>^/
A ^o/// ^/HtLs /ö»/, Lv/Zop/co, 7«/,
Zweite Haupt-Hattdistttg.
Das schloß gleicht keiner stadt/ die stadtauch nicht der weit.
Des Bönigs siege sind ausss wandel-glückgestellt.
KäyserCarl V pflegte doch zu sagenEr bewun-dere in Franckreich eine weir/nemkch pa.jis/eine stadt/nemlichOrleans/und ein darf/nenilich poiriers. Ls ist auch kein zweiffel /daßdasLouvreund das Palais des Tuilleries?seines gleichen in der welt nicht habe/und ist sel-biges capable nicht nur den Konig und seinenganhen Hof/ sondern auch die Ministrcs d' Etat/alle Osiicicrs des Reichs/ und alle fremdeAmbafladeurs und Residenten herrlich zulo-gircn.
Die höchstprachtigsten Hofhaltungen haben HoflEkr-die Vorstadt S Germain en Laye/ alwo anitzo Vft"^"^des verstorbenen Königs Jacob li aus Engel-land gefiüchtete Familie residiret/und Fontai-ncbleau/wie auch diekostbaren und nach der Per-fektion der srcviteÄur, der bildhauer-undmah-ler-auch ftuecatur-kunst verfertigte gebäude/son-derlich der wasser-machinen und garten-kunst-wercke/ zuförderst aber das unvergleichlich schö-ne schloß zu Versailles in der gantzen welt be-rühmt gemacht. Denn man kan Versailleswohl vor das achte mirackel der welt paßirerrlassen/ darbey sich das von allerhand sarbigtemmarMor bezierte siirtrefftiche schloß Trianorrfthr recomm3nci>ret. Angleichen ist Marlyein schönes schloß/allwo der König die meistenconfulrstiones hält/und da er niemand ausser sei-nem Staats-und allen andern rächen audientzgiebt. Das Königliche hauß zu St. Clougehöret dem Ducd' Orkans / die übrigen be-rühmten Häuser aber des Königs sind zu Vin-cennes/dans lebois de Boulogne/ Madrid/zuChantilly/ zu Ruel/ Meudon/ und Chaville/Conflans/ zu St. Clou/ Monceauz/ Cbambor/
Blois/ Pleßis les Tours/ u. a. m. Von Pa-ris noch mit einem worre zu gedenckcn/ so ssr ge-wiß/ daß man parraison d' Etat dcssn erwei-terung so wenig gehindert/als gerne man habezugelaflen/flch gleichfrm in mtMcum oder überdie gewöhnliche grosse derstädte zu erweitern.
Und ob wohl König Ludwig X > i ein mandat er-gehen lassen/daß in dem Weichbilde von Parisdas Artland und kohl-gärten erhalten/ wenigerHäuser zu Verhinderung des gestancks vom mistund unrathe erbauet/ und die communic-mo»den nachbarn bey wasser-und feuers-nöthculeichter gemachet werden möchte / so ist es dochnicht zur völligen obiervE rommen. Die ü-brigen haupt-und provintzial-ftadte sind ausdenen Reichs-und land-beschrcibungen zu er-kundigen/ und allhicr noch zu vermelden/daßder Bönig zwar außerhalb Franckreich!uFranche Lomte/dasEIsas/darinnendasun-vergleichlicheScraßburg/^usiingen und r bri-gestadte und schlösser/Sundgau/weniger nichtdieGraff)chassl2lrtois darinnen die berübmtenstädte undfeslungenArras/ -?e.O.ncr Zlire/Hedin/Bapauine ferner im Hennegau Cam-brax/ undLainbresis Valcncicnnes/ Bou«chain Conde Phülppevrlle/ Maubcuge/Ö-uesnop Landrecy, Vavap Manenburgund die Grassschafft Aresnes An der Grass«schafft Nainur Lharlemont und Givek.
In Flandern I^pre/ Lassel/Popinge/War«
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