des Noeri.
7
remik des -Hippolyti sey ? ist zum Theil nicht znverlaßigzu beantworten; zum Theil vor uns an diesem Ortevon geringer Erheblichkeit. Hingegen ist die xweyte,wer der wahre Verfaßer deßclben sey ? uns allerdingswichtig, da selbige in die Entscheidung der Frage vonder Chronologie einen grosen Einflus haben kan. Daßrr bisher» dem Hippolvro zugeschrieben worden, hatseine Richtigkeit; es ist aber auch gewis, daß es anüberzeugenden Gründen hier sehr fehle, und wahrschein-lich ist der Mangel einer beßern und erweislichem Mei-nung die wahre Ursache, warum jene angenommen wor-den. LarSnev in creäibil. ok tke 6. Ü. xart. II. r/o/.z. p. g;. 5 g. u. r-o/. 4. p. 44!. hat gesucht, einige Ur-sachen anzugeben, warum diese Schrift vor -HippolyriArbeit nicht gehalten werden könne; sie sind aber ge-wis nicht hinreichend, dieses außer Zweifel zu sezen.Unterdeßcn erkennet doch LarSner, daß die Schriftselbst ein hohes Alter habe und in der Historie glaub-würdig sey. Wir wollen daher zwey Regeln ableiten:einmal, es ist vernünftig, in der Geschichte derKezereides Noeti dieser Schrift nicht allein ein Ansehen ; son-dern auch den Vorzug vor den übrigen einzuräumen,weil sie in der That die älteste Quelle ist, die auf unsereZeiten gekommen; hernach alle Schlüße, welche vor-aus sezen, daß -Hippolyrus ihr Verfaßer sey, sind vonsehr zweydeutigcn Gewicht, weil eben dieses noch sehrungewis ist; sie sind aber noch von geringern Wehrt,wenn die persönlichen Umstände dieses Kirchenlehrerszum Grund liegen sollen, die ebenfals vieler Ungewis-heit unterworfen.
§. n.
Von dem Noeto haben uns die älteren Ge-schichtschreiber nur diese kurze Nachricht hinter-läßet Er war aus Smyrna, und wenn einalter Schriftsteller meldet, er sey eilt Epheser;so hat er entweder den Ort seines Aufenthaltesanzeigen wollen; oder, welches wahrscheinlicherist, geirret. Ob er eine dfentliche Bedienung
A z beklei-