Band 
Zweiter Theil.
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22
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22 Aezerei

ftt. Es könten diese Gründe noch vermehret werden,wenn wir uns theils auf verschiedene Nahmen, so sichauf diese Vorstellung beziehen: welche den Sabcllianernvon den alten beygeleget worden, und von uns untenerzehlet werden sollen, theils auf die von den alterengegen die Sabellianer gebrauchte Widerlegungsgründe,dergleichen man um ein einzig Beyspiel zu geben, beydem pruventio spotheos. V. 178- igg. finden kan, be«rufen wollten; allein beyde erweisen nur, daß die Ur-heber derselben von dem Lchrbegrif der Sabellianer diegewöhnliche Vorstellung genehmiget; enthalten aberkeinen zureichenden historischen Beweis, daßSabellin»wirklich so gedacht.

§. V.

Von dieser Meinung haben einige neuereGelehrte abzugehen, vor gur befunden. Einervon diesen, deßen Eifer, den ariamschen Lehrbe-grif vor den rechtgläubigen auszugeben, bekanntgenug ist, lies sich verleiten, dem Sabellw die-jenige Meinung von der ewigen Zeugung desSohnes Gottes beyzulegen, welche in der Schriftgegründet und zu den altern und neuern Zeitenvon der christlichen Kirche angenommen worden.Andere glauben, daß die Sabellianer denjeni-gen Lehrbegrif angenommen, welcher in den neu-ern Zeiten der soeiauischen Neligionsparthei ei-gentümlich gewesen. Nach diesem hat Säbel-lius allerdings gelehrer, daß nur eine Person indem göttlichen Wesen sey; nicht aber, daß diesePerson die drey Nahinen des Vaters, des Soh-nes und des heiligen Geistes nach verschiedenenVerhältnißen geführet. Er hat, wenn er vondem Sohn Gottes redet, nie Christum nach dergöttlichen Natur, wie wir unö ausdrüken; son-dern