6s Von der Streitigkeit mit dem B-Dionysio
Gelegenheit, eine besondere Schrift zu verferti-gen, um den Ungrnnd dieses Vorgebend zu zei-gen uud die Ehre eines Mannes, den er als sei-nen Vorfahren im Amt vorzüglich ehrte, zu ret-I k. ten. Sie ist uns noch aufbehalten. Es sindAO' von derselben so wenig Spuren von der Zeit,wenn sie geschrieben worden, anzutreffen, daßman nur mir Muthmaßungen sich behelffen mus.Das merkwürdigste vor uns ist dieses, daß Acha-nasius den Dionysium schlechterdings vor recht-gläubig erklärt. Sein erster Beweis, daß Dio-nysius in der Gemeinschaft der Kirche gestorbenund von derselben nie, wie Anus, ausgeschlos-sen worden, war wol der schlechteste, weil denArianern die Ausflucht immer übrig bliebe, daßdie ältere Kirche nicht so, wie die zu Nicäa ver-samlete Vater, gedacht. Allein desto richtigerist die Antwort, daß Dwnysü Redensartenübel verstanden worden: daß er, wenn er vonChristo so, wie oben erzehlet worden, rede, nurauf deßen Menschennatur sehe und dieses ebenso wenig von ihm; als einige Aussprüche derApostel von diesen erweise, daß sie Christum voreinen blosen Menschen gehalten, und daß er durchseine Vertheidigungen an den Bischof von Rom,als eine spatere Schrift, dergleichen Anklagenvon sich selbst abgelehnet.
Lnm. Wir haben schon oben angezeiget, wo diese Schriftdes Athanasii anzutreffen.
§. vm.
Man mus dem Athanasio den Ruhm las-sen, daß er ein eifriger Advokat des Dionysii
gewe-