69
des Paul von Samosata.
§- m.
Außer diesen jezt erzehlten Umstanden desPaul von Samosata müßen wir noch folgendebesonders anmerken:
I. Daß er bey der, in der Geschichte der da-maligen Zeiten so berühmten Königin von Pal-myra, Zenobia, in sehr grosen Ansehen gestan-den. Diese königliche Gnade ist desto merkwür-diger, weil sie von vielen alten Schriftstellern alseine Ursache angegeben, warum Paul von Sa°mosara von dem gewöhnlichen Lehrbegrif derChristen abgegangen.
Anm. Der älteste Zeuge ist Arhanasius episiol. »ä loli-tsr. ton». I. oper. p. Z86. der Benedicrinrrausgabe.Ihm stimmen bey TheoSoretus kseret. Lbul. />-»-. II.
Z p. 222. Lhrisostomus komil. VIII. in^osnnem,ton». VIII. oper. p. 48- nach Monkfauco Ansusgabe:philastrius cie kseres. cax. 64. p. 127. welcher jedochnicht ganz richtig sich ausgedrukt. LabriciuH hat inden Anmerkungen p. >28- noch bemerket, daß auch Ab»!,pharai diesen Umstand, ohne die Zenobiam zu nennen,mit berühret; dieser leztere begehet aber wol einen Ge-dachtnisfehler, wenn er denEusebium als einen Zeugendavon angiebet, da meines Wissens dieser nichts davonberichtet. Von der jüdischen Religion; oder doch der-selben sehr geneigten Gesinnung der Zenobia, so hiervornehmlich in Betrachtung kommen mus, s. Euvoy-Haureville kisioire äe ^enobie, p. 184 aus welchenBuch man überhaupt diese grose Prinzeßin beßer kennenlernet; als wir hier von ihr reden können.
. II. Daß er ein öfentliches obrigkeitliches Amtbekleidet. Die alten sagen, daß er lieber denEhrentitel Ducenarius; als den Nahmen einesBischofs angenommen und in Begleitung vielerLeute öfentlich Briefschaften gelesen:
E z
Anm.