Band 
Zweiter Theil.
Seite
70
JPEG-Download
 

72

Rezeret

Dieses stehet mit unter den Klagen über den Paulvon Samosata im antiochenischrnSynodalschreiben beydem Lascbio üb»-. VII. csp.zo. p. z6i. Es sind dabey,folgende Fragen aufgeworfen worden: .1) was diesesvor ein Amt gewesen? Die gelehrten Forscher der Al^Irrtümer haben aus des Dio Historie erwiesen, daß esxrocurskores cin^ensnos unter den römischen Kaiserngegeben haben, welche von den ihnen zur Besoldung an-gewiesenen zweihundert Sesterzien ihren Nahmen haben.Siehe die Noten zu Suctonii Lisnä. 24, p. 492. dergrävisclien Ausgabe: Salmasii not. in Ospitv!. stsr-ri»ac p. 125. Duvalois scj lsuleb. am a. G. Zur Erläu-terung des gegenwärtigen Falles dienen die Sreinauf,schriften in Seilers allticiuicies okpsim^ra, p. 166. s^.aus welchen erhellet, daß dieses Amt besonders in derProvinz von Syrien statt gehabt : 2) wie ein christli-cher Bischof zu einem so vornehmen Amte gelangen kön-nen? Dieses hat Moshe,m in oommentar. äs redusekriieian. 9.705. sorgfältig zu erklären gesucht, undnach Vorstellung der mancherlei sich hier eräugendenSchwierigkeiten, die Muhcmaßung gemacht, daß er die-se Würde von der Zenobia erhalten: z) ob die darü-ber zu Antiochien erhobenen Klagen gegründet gewesen;odcr Äicht? worauf wir erst unten antworten wollen.

III. Daß er ein Schriftsteller gewesen. Ue-ber die algemeine Frage: ob Paul Schriftenversaßet und hinterlaßen, darf wol nicht gestrit-ten werden; desto zweifelhafter aber sind dieFragen, ob noch etwas davon übrig ist, undwelche von denen Ueberbleibseln vor ächt zuhalten?

Anm. Die Frage von den Schriften des Paul von Sa-mosara und deren Ueberbieibseln ist allerdings sehrwichtig, da darauf die Richtigkeit der Vorstellung vonseinem Lchrbegrif beruhet. Wir haben davon folgen-des zu bemerken. Ueberhaupt ist kein Zweifel, daßPa rl allerdings ein Schriftsteller gewesen. Ein alge-nirin Zeugnis hat Vincentirrs von Lcrins im commo-

nirorio.