Rezerei
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Anm. Daß dieses, was hier am Paul getadelt wird, inden folgenden Zeiten eine algemeine Gewohnheit größe-rer Kirchen gewesen, ist bekannt.
IV. Paul verlangte die damals gewöhnli-che dfentliche Zeichen des Beyfalls von den Zu-hörern seiner Predigten und schalle und be-schimpfte diejenigen, welche mit einer sittsamenStille auf die Predigten aufmerksam waren.
Anm. Mosbeim comment. p. 70g. muhtmaßct, daßPaul vorher» ein Sophist und Redner gewesen, unddaher in der Kirche eben das verlanget, was er im ge-lehrten Hörsaal zu genießen pflegte. Es kan sey»: istaber nicht erweislich. Laroner in der cre-Uidilic^ oktbeQ. u. II. ro/. 4. p. 615. macht eine gewlßereAnmerkung, baß diese Unart mit Handklatschen, ansBeinschlagrn', u. d. g. in den folgenden Zeiten, ge-dultek und selbst vom Lhcysostomo undAugustino an-genommen worden.
V. In seinen Predigten tadelte er altere undverdiente Lehrer und ermangelte nicht, sich selbstmit erhabenen Lobsprüchen zu belegen.
Anm. Es ist wahrscheinlich, daß dieses im Wiederspruchgegen die reine Lehre geschehen. S- Mosheim cbensas.
VI. Er schafte die Lieder, die Christo zueh-ren gesungen wurden, unter dem Vorwand,weil sie »reu waren und von jüngern Lehrern her-rührten, ab.
Anm. Diese Klage verdiente wol das meiste Licht. Dasdamals von neuern Lehrern, wie dem Ncpos, Liedervorhanden gewesen, hat Larvner am a. V p. 645. wolerwiesen. Mosbeim muhtmaßet, daß ihm die Aus-brüte von Jesu Gottheit misfallen, und er der Zeno«biL zu gefallen, die Psalmen Davids zu singen ver-ordnet.
VII.