des B. Berylli von Bostra.' iz 5
nes unterredete sich mit Berylle freundschaft-lich, um zu erfahren, worinnen die in Verdachtgezogene Lehrsaze bestünden. Da er nun über-zeuget war, daß der Mann nicht richtig glaubte;so suchte er ihn durch Gründe und Beweise vonder Unrichtigkeit seiner Meinungen zu überfüh-ren, und hatte das seltene Glük, seinen Zwek zuerreichen. Beryllus nahm die Wahrheit an,die er vorhero verlaßen hatte. Dieser rühmlicheAusgang gereichet dem Irrenden und seinemGegner zu groser Ehre und giebt ein vortrefllchesMuster theologischer Streitigkeiten, welches un-streitig noch fruchtbarer seyn würde, wenn unsdie Akten der Synode aufbehalten wären. DaßBeryllus schriftlich dem Origeni vor seine Be-mühung gcdanket, haben wir oben schon bemerket.
Anm. l. Mes dieses meldet Eusebius lMor. eccles. /iör.VI. cax. zz.
Anm.2. Es sind Hiebey noch zwey kritische Fragen zu be-merken : i) wie viele Synoden sind wegen des Beryllsgehalten worden ? Wir erkennen nur eine, auf welcherOrigcnes anwesend gewesen. Diese Zusammenkunftnennen Eusebius und Sokeates ausdrüklich eine Syn-ode. Es werden zwar in dem bekannten libello h?no-ciico ca/r. 17. in Mansi Concil, tom. I. P.787. zwey sol-cher arabischen Synoden, auf denen (yrizenes gegen-wärtig gewesen seyn sol, angeführet, der Derfaßer aberirret und ist ohnehin zu jung; daher wir auch von sei-ner Anzeige, daß Beryllus den Jrtum des Theodoti desGarbcrs wieder aufgewärmet, keinen Gebrauch machenwollen. Leiller in der lüüoire cies suteurs eccles.ton,. III. p. 280. u. 575. scheinet auch Concilien in dengedachten Unterredungen der Bifchöffe mit Berylle vorGrigenis Ankunft zu finden; allein Eusebius, dersonst wol wüste, was Concilien sind, weis nichts da-von. 2) in welchem Jahr diese Begebenheit vorgefal-I 4 len.