Band 
Zweiter Theil.
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674
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674 den gel. Anhängern und Gegnern

daß eben dieser grose Mann, nachdem er vorhe-2 ^ ro den ächten Lehrbegrif gebilliget, und das ni-z6o. cänische Glaubensbekäntnis unterschrieben, nichtZ72. allein selbst und zwar, wie es sehr wahrscheinlichist, nach und nach die Parthet der Arianer er-griffen; sondern auch wie schon oben erinnertist, die Ursach gewesen, daß die Gothen unddurch diese die übrigen schon bemerkte barbari-sche Völker diesen Religionsbegrif angenommen.Ob er ein reiner; oder ein halber Arianer gewe-sen, scheinet eine schwere Frage zu seyn, die sichaber doch wahrscheinlich beantworten läßet.Weil der gänzliche Uebertritl des Ulphilas unterder Regierung des K. Valens geschehen, unddamals durch die Arianer die reinen verstandenwurden, so ist es höchst wahrscheinlich, daß Ulrphilas ebenfals ihnen bcigetreten.

Anm. Da von dem Utphita schon ungemein viel geschrie-ben worden, und das, was bei seiner Geschichte amsorgfältigsten pfleget untersuchet zu werden, nemlich sei-ne Bibclübersezung und die Frage: ob noch von derlez-tern etwas vorhanden? ganz entfernet von unsermHauptzwek ist; so haben wir hier nur folgende Fragenzu bemerken, r) ob es wahr sey, daß Ulpkilas vorhe-ro orthodox gewesen? welche nach Philosrorgii Vor-stellung /rör.II. ca^o 2. wenigstens ungcwis zu laßen;allein nach Gokratis /rör.Il. caz,. 41. und Sozomeni/ihr. VI. Z7. allerdings zu bejahen: 2) wenn seinUebertritt zu den Arianern geschehen, indem Sokrare»solchen unter dem K.Constantio im J.zzy. z6o. Sozo»mcnus aber und Thcodorerus /ihr. IV. ca/,. Z7. unterdem K Valens sezcn? welches den» einige so vereinigen,daß unter dem ersten nur ein Anfang, ohne die-Kirchen-gemeinschaft mit den Rechtgläubigen zu unterbrechen,gemacht worden, wovon D«vatc>is vor. in 8020m. p.

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