Band 
Zweiter Theil.
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692 Beurtheilung >

daß sie den gegenseitigen Widerspruch vor?keine Kleinigkeit gehalten haben. In denneuern Zeiten sind die Meinungen wol ebenso gerheilet, nur mit dem Unterschied, daßbei vernünftiger Bestimmung und Untersuchungder Frage man derselben nur Recht einen grd-seru Umfang gegeben. Alle, welche die Er-känrnis der Lehre von der Dreieinigkeit vorunentbehrlich zur Seligkeit halten, werdensich darinnen vereinigen, daß die zwischen denArianern und ihren Gegnern in Streit be-fangen gewesene Religionsfrage von dem grd-sten Gewicht sey; hingegen alle, welche daserste leugnen, wie von den Arminianern be-kannt gnug, werden auch den Schluß nieeinräumen. Unter den ersten findet sichaber noch ein sehr merklicher Unterschied, denwir hier kurz berühren müßen. Man fra-get billig nach dem Grund, warum man die-ser Frage eine solche Erheblichkeit beilege, dadenn die Protestanten billig solchen theils indem göttlichen Ansehen der biblischen Zeug-rüße von diesem Lehrstük; theils in ihreminnern Zusammenhang mit der Lehre von demErlöser sezen; hingegen ein groser Theil derrdmifchkatholischcn Lehrer solche in der Ver-bindlichkeit der Christen, den Aussprüchen derKicchenversamlungen, besonders der algemei-nen, und mithin in der Untrüglicbkeit dersel-ben suchen, ja einige hierinnen so weit ge-gangen, daß sie den achten Lehrbegrif blos

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