424 Umständliche Nachricht
gescharret, und im Gesichte sehr befressen hatten, also,daß man sie nicht erkennen kunte. Sie wurden bey-de aufgehoben, und auf dem neuen GottesrAckeraufmPfarr-Gute daselbst begraben.
den 4,OÄ.fiel ein Mann bey dem Holtzeinhän-gen vom Tage hinein 140. Lachrer tieff in einenSchacht, welchen man Stückweise herausbrachte.
20. i6iz. war ein dürrer Sommer, und grosserMangel am Wasser sowohl zum Mahlen als andernBedürffmß. Da6 Rind-Vieh muste Hunger undDurst leiden.
20.1616. den 5. )unü wurden Christoph Hesse,Schulmeister zu Breiten«», und Anna, BalthasarSchindlers Wittwe, begangener Hurerey halber zuLaunstein mit dem Schwerd gerichtet: Das Weibwar etwa 2 z. Jahr alt, und wolte vor Fristung ihresLebens 2000. st. geben, so aber nicht angenommenworden.
In diesem Jahre ist ein solcher harter Winter ge-wesen,daß viele Menschen nicht nur auf den Strassen,sondern auch in Hausiern und Betten erfrohren.Woraufein solcher trockener Sommer erfolgte, daßalles vertrocknete und umfiel. Man konle wedermahlen noch backen; daraus grosser Jammer ent-stund. Jung und alt Vieh muste mehrentheils ge-schlachtet werden. Die Fleischer gaben vor einRind, so sonst 6. bis 7. thlr. gegolten, nur 2. thlr.Das Korn galt z. thlr. das Bier war so theuer, daßman nur 4. Seidel vor i.gl. bekommen kunte.
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