von der Zien- Berg-Stadt Menberg. 425
den 27>8epr. (andere setzenden 16. OA.) ist einSchütze von Altenberg, weil er 7. Rehe geschossen,und die Häute an einen Juden in Töplitz verkaufst,(welches durch George Schlegeln, einem Altenbergi-scheu Werßgerber, herausgekommen,als welcher die-selben verarbeiten sollen,) in Dreßden gehencktDerWerßgerber ward 4. Wochen drauff zu Drppolds-walda von seinem leiblichen Bruder erstochen.
uo. 1617. den 28. üächi ergossen sich die Wasserdurch den häuffig gefallenen Regen dergestalt, daßsie die Wege zerrissen , Mauern durchbrachen, fastganze Röste wegschlemmeten, und sonst vor denMühlen sonderlich grossen Schaden thaten, welchenhiesige Herren Gewercken auf etliche tausend Gül-den schätzeten.
In diesem Jahre hat sich die im vorigen bereitsangefangene Theurung erst recht spühren lassen,also, daß das Korn um Pfingsten schon 6. Thlr.gegolten, und doch nicht wohl zu bekommen gewe-sen. Die Böhmen selbst musten sich des Kornsum Pirna und Dreßden herum erhohlen. Daherviele Menschen Hungers gestorben. An etlichenOrten hat man in 7. Wochen kein Brod gehabt,sondern sich nur von Laub und Graß gespeiset, auchso gar die Knospen von Erlen gemahlen und geba-cken.
den 2. ssunii kamen Se. Churfürst!. Durchl. zuSachsen Johann George der erste gantz unvermu-tet mit 20. Mann nach Altenberg, verweilten
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