§.Zs8.
52 Pars II. Cap. I.
Baker seinen Ketten-Stab weg,und stecktwieder einen Zeichen-Stab in das Loch, wo seinesKetten-Stabs Stachel gestanden,nemlich in b. Hieraufziehen sie mit der Kette weiter fort,gegen D zu, und wenn Adam an den Ort b kommt, wo Baker wieder einen Zeichen-Stabeingesteckt, halten sie an, Adam ziehet den Zeichen-Stab aus, verwahret ihn, wie den er-sten, und setzt den Stachel seines Ketten-Stabes in das Loch, wo derZeichen-Srab gestan-den, und halt ihn perpendieniair, Baker aber stellet seinen Ketten-Stab in e, daß er wiederdenselben mit Adam8 Ketten-Stabe, und derMeß-Fahne C. in gleicher Linie bekomme;Wenn dieses richtig, nimmt Baker den Ketten-Stab weg, und steckt, wo dessen Stachel ge-standen, das dritte Zeichen -Stabgen ein, drauf ziehen sie weiter, nemlich Adam bis c,und Baker vor D. vorbey; Adam nimmt den bey e befindlichen Zeichen-Stab zu sich, stel-let,wo dieser gestanden, seinen Ketten-Stab, Baker aber ziehet nahe an der Meß-Fahne Ddie Kette hinan, allwo sich denn zeiget, wie lang die Linie C D ist; Es hat nemlich AdamZeichen-Stäbe in Verwahrung genommen, welche ?. Ketten-Langen anzeigen, eineKetten-Lange aber macht 5. Ruthen, diese ;.mal genommen machen is. Ruthen, nunsiehet man an der noch liegenden Kette, wie weit von c, wo der dritte Zeichen-Stab gestan-den, annoch bis E>. sey, findet 2. Ruthen und 3. Fuß, welche mit denen i Ruthen zu-sammen 17. Ruthen, 3. Fuß, als die gantze Lange c D. machen.
§.;s9-
Nota. T.
Die vier unter einander gesetzte Linien CD, CD, CD, cd müssen verstanden wer-den, als waren sie nur eine Linie , so auszumessen wäre; man hat aber vier Linien machenmüssen, denn wenn öie Demonstration auf einer Linie hatte geschehen sollen, hatte man dieunterschiedene Züge nicht so wohl erklären können.
§.;6o.
§.;6i.
§;62.
§.;6;.
§.364.
§.; 66 .
§•3^7-
II.
Käme eine gar lange Linie vor, (Massen sie bisweilen über 100. und 200. Ruthenlang genommen werden können) und die Messung wäre so weit gebracht, daß Baker keineZeichen-Stäbe mehr vorräthig hätte, sondern Adam hätte sie alle eingesammelt, so legtBaker seinen Ketten-Stab nieder, und holet sich alle Zeichen-Stäbe von Adam, und zeich-net damit von neuem fort, in der Zusammenrechnung aber müssen sie dem Adam gut ge-than werden. . Zum Exempel: Adam hatte müssen io. Zeichen-Stäbe hingeben, nun wäreauch schon weiter gemessen, und Adam hatte zum andernmal s. Zeichen-Stäbe eingesamm-let, und man wolte wissen, wie weit sie gemessen, so rechnet Adam nicht nach 5. Zeichen-Stäben, sondern er rechnet noch dieio.weggegebenedarzu,und also 1 s.zusammen. Fügtestchs, dass Adam zum zweytenmal alle 10. Zeichen-Stäbe eingesammelt, und die vorhabendeLinie wäre noch nicht zum Ende, so muß er sie abermal demBaker zum Zeichnen hingeben,und er rechnet zu denen neuen eingesammleten 20. darzu. Wir wollen setzen, er hätte vonneuem 6. Zeichen-Stäbe gesammelt, so zehlet er die 20. darzu, und also 26. welche mit 7.multipliciret, (weil eine Kette 5. Ruthen hat) 130. Ruthen ausmachen würden.
Überhaupt sind bey Messung der Linien nachfolgende Puncte wohl zu obstrviren.
1. Die Kette muß jederzeit gerade liegen, und läge sie etwas krumm, soschlenckert, undwirfft man sie mit dem vordersten Ketten-Stabe in die Höhe, wodurch sie bald in dieGleiche gebracht werden kan.
2. Die kleinen Ringe, womit die Glieder zusammen gehencket sind, pflegen sich bisweilenzu überschlagen, wodurch die Kette kürtzer wird, welches nicht so gelassen werden muß,worauf denn hauptsächlich diejenigen, so die Kette ziehen, acht zu geben haben.
3. Sollte sich in Sträuchern oder Steinen ein Glied biegen, muß es alsbald wieder gleichgebogen werden.
4. Auf die Ketten-Stabe muß fleissig gesehen werden, daß unten die Stacheln beym Ein-setzen allezeit abwärts von der Ketten gewendet, nemlich so, daß der Stachel in B,Fig.8. lab. III. und nicht in C. stehe. Auch müssen die Ketten-Stabe beym Gebrauchrecht perpendiculair gehalten werden, welches durch ein gutes Augen-Maaß befördertwird, oder in dessen Ermanglung durch Applicirung der Big. io. lab.iv. gezeichnetenGrund-Wage zu erlangen ist.
s. Die Meß- Fahnen müssen eben auf solche Art perpendiculair eingesteckt werden. .
6. Von denen Zeichen-Stäben muß ja keines wahrenden Messen verlohren werden, in-dem solches in der Rechnung viel Unrichtigkeit macht, sollte aber eines seyn verlohrenworden, muß die Linie noch einmal gemessen werden; Damit man aber wisse, ob dieMessung einer Linie vergeblich oder nicht geschehen sey, so müssen die Zeichen-Stäbenach jedweder Linien Messung nachgezehlet werden, ob sie noch alle beysammen sind.
Die