Tab.XIV.
§.?48-
8-Z48-
§•349-
§1/o.
Tab.XIV.
Fig.i.
§.Z/r-
§-3s2.
§•3/3-
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Pars II. Cap. I.
PARS II.
Von der Praxi auf dem Felde.
Um Voraus ist hier M mcrcken, daß man gemeiniglich vier Arten, die , aßincfc< ijwFlachen auszumeffen, habe, solches geschiehet mit blossen Abstecke-Stäben, 0.
mit dem ^Rrolablo, oder mit derLoussoie, oder mit der Xientula prLtoriana. u 'v '^' dere haben noch den fünfften Xlocium, Winckel und Flachen, ohne Instrumente,,durch blosseTriangul, auszumeffen, welches denn zu fünffCapitibus Anlaß gibt: und zwsoll das l. Caput handeln von der Messung mit Triangeln.
II. Caput von der Messung mit Abstecke-Stäben.
III. Caput von der Messung mit dem Astrolabio.
IV. Caput von der Messung mit der Boussole.
V. Caput von der Messung mit der Xlenlula Prattoriana. n^
Wobey denn allezeit eines jeden Prärogativ vor dem andern hinzu gesetzt werden soll. $ 'U%t will noch ein Caput, nemlich das vi. hinzu fügen, darinn die Altimetrie zeigen, unozAusübung derselben ein a partes Instrument communiciren, worauf noch ein App eslvon Eintheilung derer Felder in unterschiedene Theile folgen soll.
Caput I.
Von der Ausmessung mit Trianguln.
Evor man an dieTriangul gedencket,muß man lernen eine gerade Linie messen,^zwischen Anfang und Ende der Linie, beym Gesicht,oder bey der Ausmessung '
keine Hinderung vorfallt. Solche Linie nun wird gemessen, mit Maas-Sta^'^oder mit der Meß Schnur, oder mit der Meß-Kette. c , . v
Derrstoäu§,mit denen Maas-Staben zu messen, wäre wohl gut, wenn gehor'S^fahren würde, allein wegen vieler Bückung und Muhe geschiehet der Accurateste ö 1 ’ 0 !’.Abbruch. Vornemlich siehet mans, wenn manBauers-Leure zu Feld Messern braucpj/diese weichen bald zur Rechten, bald zur Lincken von der wahren geraden Linie ab /bringen eine grössere Anzahl von Ruthen und Fuß heraus, als in der That vorhanden,»«wer es nicht untersucht, solle nicht glauben, daß die Abweichung so viel thut. - Ich ww"zwey solche Fehler berühren. . llrt
Die Linie AB Figura I. Tab. XIV. halt in der Gerade 5. Ruthen, soll diesemit einem Stäbe, so eine halbe Ruthe oder s. Fußlang ist, von einem Bauer, oder l? 'gemeinen Mann, gemessen werden, so wird er den Stab aus A nicht just in a legen / F 'dern er legt ihn so ohngefehr (seinen Gedancken nach aber in gerader Linie nach MA in b, siehet auch anfänglich den Fehler nicht so sehr, weil er auf der Seite desStaabs, nicht aber an dem Ende bey a stehet, will er nun weiter gehen, so >ner«t e - /daß er von der wahren Linie abgewichen, wendet sich also zur Lincken aus b in c, unD J slt jchet dadurch den Schadenwieder einzubringen, connnuiret aus c in ä, und mercket, viper nun zu weit zur lincken Hand kommt, daher er sich wieder zur rechten Hand wendet, unmit solchen Abweichungen bald zur lincken, bald zur rechten Hand fortfahret, bis er na /B kommt, da er denn an statt s.Ruthen, s.Rurhen i^.Fußheraus bringt. , MDer zweyte Fehler ist noch viel starcker, wie Fig. 2. zu ersehen, indem sich n, ®v.L,vdie Mühe gibt, daß er sich bis zur Erden bücke, und den Stab gantz auf der Erde n»eolege, sondern er kipt mit dem Stäbe auf und nieder, nemlich, er setzt bey A an, schlagtEnde des Stabes b. nieder, daß es inB trifft, und das Ende so in A gestanden, liehet«dann in a. Nun nimmt er dasLpatium AB so lang an, als den Maas-Stab, nemi'wFuß, da doch dcrStab, wennergantz niedergelegetwürde, aus a bis in C reichen mup ^Würde nun der commode Land-Messer auf solche Art continuiren, so bekäme er an \ xs. Ruthen, fünff Ruthen und mehr als 7. Fuß, Massen die Differenee B C. bey f* J ^mehr, als 7. Zoll macht, nimmt man diesen und den Fig. 1. gezeigten Fehler Mann« >betragen sie bey s. Ruthen, bald 9. Fuß. - ^ t aus
Was dieses bey Quadrat - Maaffen vor einen grossen Unterschied macht, G y,nachfolgender Rechnung ersehen werden. Wir wollen zum Exempel einen Platz «^der /.Ruthen lang und io. Ruthen breit ist,
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