ParsIL Cap. V.
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§-462.
man etwas weiter, und kriegt auf der andern Seite das Gebäude 6 m, mißt nach selbemquer-über,wie auch dessen Lange und Breite,und bringt alles zu Papiere. Das Gebäude d »tritt etwas weiter hinein als dm,fo siehet man, wo bic Linie do-dn,wenn sie continuitetwürde, auf das Hauß ä m auftreffen müßte, solches würde bey dp seyn, dann mißt man,wie weit d p von der Ecke dq, ingleichen von der Ecke d n, ferner wie lang und breit dasGebäude d n, und trägt es alles zu Papiere. Man könnte auch dieses Gebäude jetzo weglas-sen, und es mitnehmen, wenn man hmrer dem Dorffe weg mißt. Und so verfahret man auchmit den folgendenGebäuden,vergißt auch nicht die Unterschiede derHöffe,so eben nicht auf einHauß aufstossen , als zwischen m und n. 2 part aufzuzeichnen. Wäre aber ein Hauß nichtWinckel- recht als das Vorder-Gebäude des Poilessoris >, so mißt man so wohl nach dervordersten als nach der hintersten Ecke quer über, denn auch vorne die Länge und hintendie Länge, so wird schon die Figur heraus kommen. Ware gar ein gantzes Gebäude, inAnsehung der Ketten Linie, schräge oder schmiegisch/wie das Vorder-Gebaudedes Posses-sons c. so Wird man durch vielfaches quer-über-messen, und durch Messung der Längen undBreiten die Figur gehörig bekommen, und so verfahret man mir allen Gebäuden, bis mannach 29. kommt. Von 29. mißt man über die Brucke nach von dar nach ; l. damitman den Gast-Hof bekomme, vergißt auch nicht, die Brücke mit aufzuzeichnen. Denngehet man wieder zurück nach 29. undmißrvon darnach 32. und zeichnet alles auf, was aufbtefer Linie vorkommt. Von ;2. mißt man nach nimmt die Langen und Breiten desAdel-Hofes ab, den Lust-Garten mißt man auf der Art, wie Fig. 9 -Tab.xix. gewiesenworden; Ferner mißt man um den Baum-Garten herum, über 34. nach ?s, weiter vonzx.nach ,7. und auf dieser Lnw merckr man alle Unterscheide, und ziehet solche zusammen,wo sie auf die Gebäude im Dorffe, oder sonst wo, auftreffen. Von kommt man wiederzu 28, und har also die eine Helffre des Dorffes fertig. Hierauf mißt man von 29. nach ;8.ferner nach 39, 40.41. um die andereHelffte des Dorffes, bis man zu 28. kommt, mar-quirtt alles, wie auf der andern Seite, so wird das gantzeDorff zu Papiere kommen, undden Rest des Risses ausmachen.
Nota. I.
Man thut nicht unrecht, daß man den Anfang zu solcher Oeometnschm Arbeit nichtan einem Orte macht, wo sehr mühsam, sondern lieber, wo leicht zu messen ist, indem die Lustzur Arbeit leicht vergehet,wenn man gleich anfänglich viel Mühe antrifft, und wenig Arbeitauf dem Papiere siehet, dahingegen wird dieLust gleich grösser, wenn man bald avanciert,und auf dem Papier viel zu sehen bekommt.
tt.
Bey Messung durch den Wald, werden die Sträuche und Bäumewohl verhindern,daß man nicht immer gerade zu messen, und auf Gräntzen, oder andere Linien, so man zuPapiere bringen will, bleiben könne, dabero man, wenn man schlccht^Busch-Werck hat, miteiner Axt einen geraden Weg machen läßt, sind aber Bäume vorhanden, so, ihres Nutzenswegen, so schlechthin nicht dörffen zu Schanden gehauen werden, muß man sichs gefallenlassen, auf vielen Neben Wegen, und mit öffteres quer-über-Meffen durch den Wald zukommen, und die rechte Linie heraus und zu Papiere zu bringen.
Nl.
Auch könnte wegen der Acker-Stücke derEinwurff geschehen, daß selbe nicht alle ingerader Linie fortlieffen,folglich die §.462. deßhalb geschehene Anweisung nicht hinlänglichwäre, so wird dieser Sache also abgekolffen: Wenn man siehet, daß die Stücke nicht ingerader Linie lausten, muß man es nicht bewenden lassen, die Unterschiede nur an denenEcken zu marqu.rcn, sondern man muß, nach Erfordern, ein- oder mehrmal, wo diestarcksteBiegungen sind, quer durch die Stücke messen, die Unterschiede aller Orten bemercken, undalsdenn selbe zusammen ziehen. Ein Exempel hiervon siehet man oben im Riffe Tab.xx.bey dem Zeichen/x. Weilen daselbst die stucke Acker sich mercklich biegcn,mißr man vonA. nach und von dar nach $ qucr-über, mcrckt alle Puncte , wo die Unterschiede auf-treffen, und um die Biegungen noch accurater zu haben, mißt man von </> nach $, undvon dar aus quer-über nach 2s, zeichnet alle Unterscheide, und ziehet sie, nach Beschaffenheitder Sachen, etwas rundlich mit l»ncn auf der Grantze schon bemcrckten PuiEen.
IV.
Was die Ausarbeitung vorhabenden Risses anlanget, so kan freylich ein solcher Rißwit Farben ansehnlicher und deutlicher gemacht werden,als mit Tusche. Man bedienet sichAlsdenn der blauen Farbe zum Wasser, so am Rande etwas dunckler, und in der Mitten,durch Verwaschen, bleicher angeleget wird, man kan es auch wohl mit stammichten Linien,wenn es ein Fluß, und mit geraden Linien, wenn es stehendes Wasser ist, schraffiren. DieWielcn legt man mit Uechtem Grünspan an, ziehet draus bin und her dunckel grüne Quer-Stnchelgen, und auf diesen setzt man kleine Punckgen, Gräserey anzudeuten,will man aberGräserey, so nicht Wiesen bedeuten soll, anzeigen, laßt man den Grünspan-Grund weg,
U auch
§- 46 ;.
§.464.
§-4^s
§466
Tab.XX.
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