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Des Freyherrn von Hofmann ... Abhandlung über die Eisenhütten
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chentlich geliefert, der Hammermeister die gebührende Zahlung dafür er-halten, und wenn befunden würde, daß einer sein Eisen oder gegosseneWaaren anderer Orten verkauft, derselbe über den Verlust des Eisens,noch jedesmal in ro Fl. Strafe verfallen feyn sollte. Wvrnächst zugleichdisponirek wurde, daß folgende Orte sich des Eisens, und zwar:

Stadt Pirna, Hohenstein, Stolpen, Divpoldiswalda, Menberg,Radeberg und Lohmen, nebst deren Aemter und Dorfschaften, ausderPir-natfchen Eisenkammer; sodann die

Stadt Dresden, Thorand, Nossen, Meißen, Oschah, Moritz-bürg, Hayn, Mühlberg und Liebenwerda, nebst deren Aemter und Dorf-schäften, aus der Dresdnischen Eisenkammer, und sonst nirgends, erhöhten,andere Händler und Fuhrleute des fremden Eisens aber abgeschaft wer-den sollten. Es ergiebet sich auch aus Vieler Eisen- und Hammerordnung,daß das Eisen nach Dresden aus der Pirnaer Eisenkammer dahin gelie-fert worden.

Alsdenn ist auch durch das Mandat vom izten November 1614.bekannt gemacht worden, daß über die zu Pirna und Dresden von demGießhübelischen Eisen aufgerichteten Eisenkammern, auch noch alles Eisen,so auf den Hämmern hiesiger Lande, auch anderswo, gemacht, oder vonfremden Orten darein geführet wurden, von den Befehlshabern, nachZwickau, Annaberg rc. geliefert werden, und solches die Etsenhändler,Fuhrleute und Schmiede, von denenfetben kaufen sollten. Endlich aberist.durch dar vom Churfürst Johann Georgen dem Andern unterm irtenMay 166;. erlassene Patent, die Einfuhr- und Verkaufung des fremdenEisens verboten, auch jeder der Eisen kaufen wollte , an die Eisenkammerzu Dresden und Pirna verwiesen worden. Hieraus nun veroffenbaretsich, daß das Eisen als ein landesherrliches Bergregale betrachtet wor-den ist.

: Andere Nachrichten erweisen auch, daß

0 vermöge Rescriptö vom 4ten Junii 1658. das ehemalige Gieß-und -Frischwerk zu Kvnigstein für ein landesherrliches Regale gehalten,und das Gießen niemand verstattet gewesen; jedoch aber, weil die An-richtung ermeloten Gießwerks zu Hdnigstein hoch zu stehen gekommen seyn

L 2. wurde,