Erster Abschnitt.
H ü t t e n ch e m i e
§. r.
Nothwendigkeit chemischer Kenntnisse beimHüttenbetrieb.
Eigentlich wäre es überflüßig, bierüber etwas zu sa»gen, indem es schon von selbst nur zu deutlich einleuch»tet, in wie naber Verbindung die Chemie mit dem Hüt»tcnwesen überhaupt steht. Indeß doch den Fall gesetzt,daß ein Hüttcnmann nicht die mindesten chemischen Kennt»Nisse besäße, und bei ihm blos daS Empyrische seinesFaches bisher zugerctchl kalte, den Betrieb nothdürftigt» führen, und es ereignete sich nun der Umstand, daßsich auf einmal die Beschaffenheit seiner Erze gänzlichVeränderte, wie wollte er jetzt die Beschickung machen? —welche Vcnmstaltung wollte er treffen, das Schmeljwe»scn wieder in gehörigen Gang zu bringen? — welcheMittel würde er ergreifen können, die sich eingefunde»Mn Ursachen ihrer Natur nach kennen zu lernen?- u. s. f.Da dies immer ein möglicher Fall bleibt, so müßte erjetzt nothwendig ins Stecken gerathen!
Aber nun auch von einer andern Gelte betrachtet,welcher Nutzen für daS Hüttenwesen entspringt schon
A Z