Buch 
Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
Entstehung
Seite
43
JPEG-Download
 

Hüttenchemie. ' 4z

Sie ist unauflößlich im Wasser, in Aetzlange undSauren, ausgenommen in der konzentrirtcn'salzigtenSauce, durch Hülfe der Hitze, woraus sie aber durchbloßes Wasser wieder gefallt wird. Im starken Feuerist sie für sich schmelzbar.

§. 55 -

8) Strontkonerde! findet sich in dem Stromtionit, einem schottlaudischen Fossil, mit Kohlensäureverbunden. Sonst macht sie muh einen Bestandtheil desSchwerspaths aus.

In Salzsäure aufgelößt, kristallisirt sie sich in nadel-förmigen, strahligen Kristallen. Aus der Auflösung inSalzsäure laßt sie sich durch kohlensaures Alkali fallen.

56.

Die von einigen Naturforschern angenommene Um-wandlung einer Erde in die andere ist völlig «»gegründet;wohl aber ist es wahrscheinlich, daß einige davon nichteinfacher Natur sind *). Bei den drei alkalischen Erdensind die Spuren der Zusammensetzung deutlicher, als beiden zwei übrigen. Man bat vermuthet, daß der Stick-stoff einen Bestandtheil derselben ausmache, und ihnendie alkalischen Eigenschaften gebe; bis jetzt aber ist dieseVermuthung unbestätigt geblieben, welche indeß durch denUrsprung dieser Erden etwas unterstützt wird, indem manihn mir vieler Wahrscheinlichkeit von den Seethieren her-

*) Geschichte der neu entdeckten Metallistrung der einfa-chen Erden; nebst Versuchen und Beobachtungen vonI. F. Westrumb. Hannover 1791. g.