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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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Hüttenchemie. 49

untersuchen muß/ um ihre Eigenschaften und cigenthüm» ^lichcn Kennzeichen genau zu bestimmen.

Wenn man unter dem Namen der verbrenn! i»chen Körper alle diejenigen Substanzen begreift/ wel»ehe das Vermögen haben/ sich schneller oder langsamermit dem Sauerstoffe zu verbinden/ und den War«mc - und Lichlstoff zu entwickeln; so hat man zwei Klas»sen derselben zu unterscheiden/ ncmlich: i) einfache/u »zerlegte/ und 2) mehr oder weniger zusam»mengcsetztc/ verbrennliche Substanzen.

§- 6Z.

Einfache verbrennliche Körper werden diejenigengenannt / welche sich bisher weder zerlege»/ noch aus an»der» zusammen setz.» liessen. Ihre innere Beschaf»sen heil ist unbekannt. Sie finden sich im Mineralrci»che/ oder auch in den beiden andern Naturreichen. Zu»weilen kommen sie allein/ meistens aber zu zweien ver»bunden vor.

Zu diesen einfachen verbrcnnlichen Substanzen rech»nen wir- 1) den Diamant; 2) den Wasserstoff;

Z) den Schwefel: 4) den Phosphor; 5) den Koh»lenstoff; und 6 ) die Metalle. Jede dieser sechs Ar»tcn erfordert eine besondere Betrachtung.

§> 64.

1) Der Diamant ist der härteste unter allen be»kannten Körpern. Durch seine strahlenbrechende und licht»zersetzende Kraft hat er sich sehr merkwürdig gemacht;Newton schloß hieraus schon seine Vcrbrcnnlichkcit *).

*) Sein Hauptbestandtheil ist Kohlenstoff.Eisenhüttenkunde. D