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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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54
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§4 Erster Abschnitt.

Erden und Laugcnsalzcn verbinden lassen. Vorzüglich un-terscheidet sich diese Art der vcrbrcimlichcn Körper durchdie zahlreiche Menge ihrer Gattungen; schon jetzt sindderen neunzehn bekannt *).

Um diese neunzehn wesentlich verschiedenen metalli-schen Substanzen besser übersehen zu können, wollen wirsie unter fünf Ordnungen bringen : >) sprö de und voll-kommen saucrbarc Metalle; es giebt deren drei:das Arsenik- Wolfram- und Molybdanmctall.2) Spröde und unvollkommen sauerbare Me-talle; deren sind sechs, als Kobald, Wismuth,Nickel, Titan, Magnesium und Spiesglanz.z)Halb dehnbare und halb sauerbare; als'Zinkund Quecksilber. 4) Völlig dehnbare und leichtsauerbare; als Zinn, Blei, Cisen und Kupsc r.Z) Völlig dehnbare und schwer sauerbare; alsSilber, Gold und Platina.

Es ist hier zu bemerken, daß die Namen: Halb-metalle, vollkommene und unvollkommen (Me-talle, aus der Sprache,der bessern und richtigern Che-mie gänzlich zu verbannen sind, weil sie offenbar vonIrrigen, allchymisttschen Begriffen herrühren.

§. 12.

1) Das Arsenik Metall (/lrlenicum) kommt inbläulich grauen Blattern, glänzend und brüchig vor; esbrennt mit blauer Flamme und Knoblauchgeruch; es färbtden Schwefel roth und das Kupfer weiß. Die Halbsauredesselben heißt im gemeinen Leben weißer Arsenik.

.. *) Das Chromium ist das zwanzigste.