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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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103
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Hüttenchemie. - ioy

lößt, den Sauerstoff sehr begierig annehme, wie diesvorzüglich das Zinn thut. In diesem Fall tritt derWasserstoff des Wassers mit dem Stickstoffe der Salpeter»saure zu Ammoniak zusammen; daher enthalten solche Aus-lösungen kein Gas, und enthalten salpetcrgesäuertes Am-moniak. Man steht auch hieraus, warum die meistenAuflösungen der weißen Metalle in der Salpetersäure,wenn man ungelöschten Kalk hineinwirft, Ammoniakdämpfegeben.

DicKochsalzsäure, da sie sich nicht durch verbrenn-liche Körper zersetzen laßt, lößt auch für sich allein nurwenig metallische Substanzen auf. Nur diejenigen Me-talle ergreift sie, welche Affinität genug zum Sauerstoffhaben, um das Wasser zu zersetzen; auch entbindet sichbei den Auflösungen der Metalle in Kochsalzsänre allezeitWasserstoffgas.

Die Kochsalzsäure ist nicht nur unfähig, durch dieMetalle zersetzt zu werden; sondern sie hat so gar daSVermögen, den meisten metallischen Halbsäurcn ihrenSauerstoff zu entziehen. Alsdann tritt sie in den Zu-stand der übersauren Kochsalzsäurc über. Auf die-ser Anziehung zum Sauerstoffe beruhet die Eigenschaftderselben, die metallischen Halbsäurcn leicht aufzulösen,und man braucht sie daher mit Erfolg zur Auflösung decEisenhalbsäure, welche von den andern Säuren nur schwachangegriffen wird. Wenn die metallischen Halbsäuren,welche man in der Kochsalzsäurc auflößt, mit Sauerstoffüberladen sind, so brauset die Saure aus, weil ein Theilvon ihr als übcrsaurcs kochsalzgesänertes Gas davongeht. Wenn aber diese Halbsäuren nur gerade denjeni-gen Grad der Säurung haben, welcher zur Verbindung

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