IZ4 Erster Abschnitt. 2te Abtheilung.
Um wahrzunehmen, ob es ein kohligtcs Wesenenthält, kann man es, nach Befinden der Umstände, aufgeschmolzenen und rothglühcndcn Salpeter werfen.
Daß die übrigen Hülfsmittel und Präparate zurOperation da seyn müssen, versteht sich von selbst.
Um flüchtigeSubstanzcn,z.B. Salze, Gas»arten, Metalle u. s. f. aufzufangen, und sie ihrer Na-tur nach kennen zu lernen, bedient man sich bekanntlichder Retorten mjt gut vcrlutirtcn Vorlagen oderangebundenen Blasen.
Silberner Schmelztiegel bediene man sich,wo es nur einigermassen der Grad der Hitze erlaubt.
Die nöthigen Auflösn ngs- und Pracipita»tionsmjttel müssen vorräthig und in ihrer möglichstenReinheit vorhanden seyn. Alle Sauren und Alka-lien; das Kalk- Stronthian- und Schwcrcrd-wasser; Filtra von feinem ungclcimtcn Papiere; ver-schiedene Sorten Schmelzticgcl, Schmelz- undDestilliröfcn; gute und akkurate Wagen u. s. f.sind alles Dinge, die ein Chemiker nicht entbehrenkann.
Bei Solutionen und Präcipitationen mußnicht übcrhin geeilt werden; erstere sowohl als letzteremuß man in den meisten Fällen gehörig verdünnen, dieAuflösung vor der Präcipitation ruhig stehen lassen, unddas Niederschlagungsmittel nur nach und nach zusetzen.
t
t