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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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160
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r6o Erster Abschnitt. > 2 ste Abtheilung.

L.

Prüfung auf nassem Wege.

s) Dreihundert Gran desselben Erzes zerrieben, wur-den mit z Unzen Salpetersäure und i Unze Wasserübergössen. Ein großer Theil lösete sich darin schonkalt auf. Der Rückstand wurde aufs Neue mit i UnzeSalpetersäure und ; Unze Wasser übergössen und in ge-linder Warme ausgezogen. Beide filtrirte Austösnngenwurden durch Abdampfen in die Enge gebracht; wobeisich in der Flüssigkeit kristallinischc Körner absetzten, wel-che in salpctcrsaurcm Bleie bestanden.

d) Die concentricte Solntion hatte eine grünlicheFarbe. Nachdem sie mit so viel Wasser wieder verdünntworden, als zur Wiederauflösung jenes kcistallinischenBodensatzes erforderlich war, wurde sie in eine reichli-che Menge Wasser gegossen. Das Wasser wurde davonsogleich stark milchig, und,.setzte einen weißen Nieder-schlug ab, der gcsammlet, ausgcsüßt und an der Luft ge-trocknet 44; Gran wog, und bei näherer Prüfung sichals Wissmuthkalk bestätigte.

c) In die davon befreite, klare und . farbenloseFlüssigkeit, tröpfelte ich nunmehr Salzsäure, so lange als^sie sich davon noch trübte. Der hicdurch entstandeneNiederschlug schien nicht blosses Hornsilber zu seyn. Erwurde daher mit massig starker Salpetersäure übergössen,und damit eine Feit lang in Digestjon gestellt. Es lö-sete sich ein beträchtlicher Antheil davon wieder auf,und ließ das Hornsilber rein zurück, welches, vorsich-tig abgcwaschcn und scharf getrocknet, 46 Gran wog, wo-durch der Gchali an Silber auf Gran bestimmt wird.

ö) Die