Hüttentopographie. 225
Als Geognost und Mineraloge muß man das Lo-kale, die Art des Ansteigens der Gcbürge u. s. f. gehst.k>g beurtheilen, und wenn schon Grubengebäude vorhän-gn sind, alle bergmännischen Erfahrungen benutzen, umu>it Sicherheit die Anlegung eines Hüttenwerks zu unter-nehmen. Vorzüglich ist zn untersuchen: ob mehrere undmächtige Gange vorhanden sind, oder ob auf einen FletzZebauet werden muß. Hauptgange setzen vorzüglichEu Mittelgebürgen, welche ein sanftes Ansteigen, und^Neuß, Schiefer oder Wacke zu ihrer Masse ha.ben, auf.^'ben so sind Fletze vorzüglich in sanften Gebürgen an-iulrcffen. Bei den Gängen schließt man aus den Strci-chei, und Fallen, aus ihrer Mächtigkeit und Crstrcckung,aus ihrer Erz - und Gangart u. s. f. auf die Bauwürdig-keit derselben.
Die ehemaligen bergmännischen Vermuthungen ha»gu sich jetzt in eine Reihe bergmännische Erfahrungenumgeändert, die bei weitem nicht mehr so mißlich als^stere sind.
Ueber den metallischen Gehalt der Minern entschek»gk die Docimasiie. — Es ist hier zu bemerken, dassr>Ne bloss Tiegelprobe in solchen entscheidenden Fallen nichthinreichend ist; sondern daß man, um völlig gewiß zu ze-hrn, die Schmelzart des Minerals in einem Miniatur-Hohenofen untersucht, und sich dabei solcher Zuschlägegdiene, die in der Folge beständig benutzt werden
können. '
Ist nun das Feld durch Schächte und Versuchörtekhinlänglich untersucht, und das Mineral durch die Feuer»probe für schmelz würdig erkannt, so kann der Hüt»krubau unternommen werden.
Eisenhüttenkunde. P