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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
Entstehung
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235
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Hütttntopogmphie. 2ZZ

§. 198-

Viel beruhet auf dem Ge fälle eines Hütten»8 rabens. Vorzüglich ist ein zu starkes zu vermeiden,weil es im Winter viel Grund eis und diefcs häufigeKosten verursacht. Ein schwaches Gefalle ist weit un-schädlicher.

Die Entstehung des Grundeifes ist kürzlich diese:Bekanntlich hat das Eis eine geringere specifische Schwereals das Wasser. Bei ruhig fließendem Massen kann sichdie durch die Kalte (niedrige Temperatur) bildende Eis-Allste ganz und immer oben erhalten. Hat es bei zuneh-mender Kalte eine gewisse Starke erhalten, so dient eszur Schutzwehr des darunter wegfließenden Wassers, undist von keinen nachtheiligen Folgen. Macht das Wasserdagegen einen unruhigen, reißenden Strom, so wird dassich bildende Eis leicht mit dem Wasser vermengt undniedergedrückt; hier hängt es sich an die Seiten und diebohle des Grabens an, und verengt den Graben derge-stalt , baß er das zufließende Wasser nicht mehr fassen kann.2luf die Weise entstehen bald große Eismassen, welche größ-irnlheils auf der Grabensohle fortgetrieben werden, und soden Graben vom Grund auf zumachen, wenn nicht durch^bester zu Hülfe gekommen, und das Eis beständig her-ausgeschgft wird. Sind schlecht angebrachte AbfalleSchanden, so muß das Werk oft einige Monate deshalbstehen.

Alles dieses hat man hauptsächlich einem zu starkenbefalle der Bache und Gräben zuzuschreiben.

§. 199.

Das eben Gesagte giebt zur Verfertigung derStäben Anleitung; daß sie nemlich eng und tief, und