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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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249
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Hüttenarchitektur.

s» §. 209.

jedweder Schmelzofen bedarf eine seinem Zweck voll-kommen entsprechende Einrichtung. Bei der Bauart des-sen muß vorzüglich auf Haltbarkeit und Dauer gese-hen werden; feuerfeste Materialien sind daher das ersteBedürfniß.

Die Massivität der Oefcn, und die damit verbun-^Ne ausserordentliche Last des Gebäudes, machen einenkalkig sichern Grund durchaus nothwendig; das Ter-min , worauf ein Ofen gesetzt werden soll, darf daherdicht feucht und bruchigt, sondern es muß fest und tro-gen seyn, wie §. 21z. erinnert wird.

Der glückliche Gang eines Ofens beruhet Haupt-schlich auf seiner inneren Gestalt, auf einem guten Der-öältisis der einzelnen Theile desselben zu einander. Die-ks Verhältnis bestimmen die Minern, welche mit dem^fen zu gut gemacht werden sollen; eigentlich richtet esHch nach der Beschaffenheit der Rohmaterialien überhaupt.

Die Regeln der Ofenbaukunst können nur aus^ Erfahrung hergeleitet werden; denn eine auf Erfah-*d>lg gegründete Theoriel ist einzig im Stande, die fürgewisse Minern passendste innere Ofenstruktur anzu-geben.