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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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256
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256 Vierter Abschnitt.

Eine zweckmäßige Anlage solcher Röhren ist das bewahr«teste Mittel gegen das Springen des Gemäuers.

Ist man zu der halben Höhe der beiden Gewölbt ^gekommen^ so wird Las Mauerwcrk zu verankern^)angefangen. Die Anker hierzu bestehen aus gcschmiede«ten oder gegossenen eisernen Stäben. Ausserhalb des Ge«mäuers werden sie verspieltet, d. i. mit Riegeln vel«sehen, welche das Nuscinanderlreiben derselben verhiu«Lern. Da, wo die Anker über einander liegen, sind siemit einem Falz versehen, wie sich das von selbst vek«steht.

Solche Anker, welche unmittelbar vom Mauerwesteingeschlossen werden, müssen, da sie sich, wie jedes au«dere Metall, in einer etwas höhern als gewöhnlichen Tc>»'pcratur ausdehnen, etwas Raum zu dieser Ausdehnungbehalten. Im entgegengesetzten Falle würde sonst das Gc«mäuer Risse bekommen.

" Die längsten Anker lassen sich nicht wohl aus ei«nein Stück verfertigen, man setzt daher mehrere Stückean einander.

Das Nauhgemäucr wird dergestalt verankert, daßdie Anker einmal diesseits und einmal jenseits der Röhr?"zu liegen kommen. So wohl durch die obern als un«tern steckt man, da sie in einer senkrechten Linie un^einander liegen, so lange Stäbe, daß diese beide zugleich ^verspielten. ^

Ist das Rauhgemäuer zu der nöthigen Höhe aufg'führt, so wird der Arbeits - und Blasraum zu schließt !

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*) S. Garne) Th. I. Seite 147 159.