il-
baß
Erste Abtheilung. Ueber Gebläse. 295
Eben unsere Holzbälge geben einen Beweis/ baß mitdieser Eichfachheit zugleich auch wichtige Mangel verbun-den seyn können.
Einer der auffallendsten hier ist: die starke Frik-l>vN/ welche sie leiden müssen/ um winddicht und über-haupt brauchbar zu seyn. Mehrere widrige Umständelvaren hiervon als Folgen anzusehen. Zuvörderst mußtediese Friktion sehr auf den Effekt der Balge wirken; —strner verursachen/ daß man die Dfengröße darnach^richten mußte; dies ist nun ohnstreitig ein Haupkfeh«^k/ und es ist wohl ausgemacht/ daß in Deutschland we«a>g Hoheöfen mit ihrem Geblase im rechten Verhältnisliehen; — alsdann kann bei bloßen Balgen ohne Wind-dehalter nie die so nöthige gleichförmige Zusirömung deslindes statt finden. Da es indeß auf vielen Hüttenwer»ken das Lokale und die ganze Einrichtung nicht leidet,andere und bessere Blasmaschinen einzuführen/ so sollhier hei den Bälgen noch etwas verweilt werden.
§- 249.
Eeit dem Jahre >730 wurden auf den meisten Hüt-Een die hölzernen Balge eingeführt, welche L. Pfan-^anschmid erfunden haben soll. Die Erfindung des^dernvn Handbalges mögte zu alt seyn, um sieaufsuchen zu können. An der Merkwürdigkeit ersterer^uvention, so wie an ihrer Nützlichkeit, laßt sich garU'chr zweifeln, ihre Vorzüge vor den ledernen Balgenhub allerdings beträchtlich, denn i) sie sind überhaupt^ahlfeiler; 2) lassen sie sich mit wenigem Kosten unter«hallen; z) sind sie eine sehr lange Zeit brauchbar; und^ läßt sich der Wind stärker und gepreßter damit be-
L4