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Fünfter Abschnitt.
daß mit dem ganzen Gemenge eine gute Schmelzung undreine Scheidung vorgeht, ist ein vorzügliches Geschäftdes Betriebführers, und zugleich ein wichtiger Theil derHohenöfnerkunst.
Bemerkungen über die Eisenmtnern überhaupt.
§. ZV2.
I.) Eisenglanz und Glimmer*).
Dies ist eins der besten Eisenerze, welches gutesRoheisen liefest, und oft sehr reichhaltig ist. Blos fürsich durchgesetzt, würde der Eisenglanz freilich zu streng«stutzig-seyn, er muß daher mit einem thonartigen Eisen-stein und einem Kalkflusse verschmolzen werden. Er ent-halt wenig Sauerstoff, aber Thon - und Kieselerde,
§- ZvZ.
Schwefelkies **).
Dieser Eisenstein, welcher sehr häufig bei ander»eingesprengt vorkommt, bewirkt zwar, wenn er mit i»der Beschickung ist, ein dünnflüßiges Roheisen, ist aberzugleich nachher die Ursache des Rothbruchs; es finde»sich aber auch Ausnahmen dieser Regel, denn es ist zuwei-len ein Eisen ohne Gegenwart des Schwefels rothbru-chig. Nicht die Schwefelsaure, wie man ehedem glaub-te, sondern der Schwefel für sich, bewirkt Rothbruehim Eisen; aber er nicht allein, sondern auch andere nutdem Eisen verbundene Metalle, welche leichrflüßiger als
*) Beschreibung der Eisenminern blro. 2.
**) S. Ebendas. blro. Z. ». d. c. ä.