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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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364
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564 Fünfter Abschnitt.

und nur ein einziger Schmelzpunkt unterhalten wirb,weiches bei Balgen deswegen nicht der Fall seyn kann,weit hier immer einer dem andern den Wind abschneidet. ,

§. Z2O.

Steigen der Form. >

Der Wind wird in den wenigsten Fallen horizon- ^tal geleitet, sondern man läßt ihn mehr oder weniger an- ^feigen, theils um eine reine Scheidung im Gestell gibewirken, theils um den Gichlengang zu befördern.

Zu dem Ende laßt man nicht nur der Form eine« ^Winkel von mehr oder weniger Graden bilden, sondern !wen giebt auch der Deute eine solche Lage, daß ihrrAchle !mit dem Formblakte einen solchen Winkel macht, .welcherdas verlangte Steigen des Windes hervorbringt.

§' Z2I.

Abwärmen und Anblasen der Hohenöfen.

Ist der Ofen zugestellt, und das Gebläse vorgelegt,so ist, bevor der Schmelzprozeß seinen Anfang nehmenkann, es nöthig, den Dfen gehörig abznwarmen. Ma"hat dabei die Absicht, das Springen der Gcstellsteine zu !verhüten, und den Dfrn früher und besser in Gang gi Ibringen, als es der Fall seyn würde, wenn dies nicht >geschehe. DaS Abwärmen selbst geschieht entweder da-durch , daß in einiger Entfernung vom Tümpel taube Koh-len in einen Kreis auf die Hüttenfohle geschüttet, u»ddiese mir glühenden angezündet werden. Ist die Vor-dcuvaiid auf die Weise genugsam abgetrocknet, so rücktman die glühenden Kohlen dem Gestell immer näher, bi§sie zuletzt auf dem Boden des Gestells gelegt worden