Buch 
Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
Entstehung
Seite
391
JPEG-Download
 

Hüttmökoiiomie. ?yi

scheidet. Der heterogene Körper, welchen alles Rohei-sen enthalt, ist der Kohlenstoffs). Ausserdem kannes noch enthalten: Magnesium und andere Metalle,Phosphor und Schwefel,

Die Fcrtschaffimg dieser ungleichartigen Substan-zen beruhet blos auf chemischen Derwandschafksgesetzen,welche zwischen diesen und den anzuwendenden Hülfsmit-teln statt finden.

Man muß daher das Roheisen mit solchen Körpernin Berührung bringen, welche zu jenen eine nähere Ver«Wandschaft als zum Eisen besitzen. Dies kann aber nurim flüßigen Zustande, mittelst des Feuers, bewirkt wer-den, wo alsdann, wenn das Roheisen im Flusse ist, ei-Ne Verbindung dieser Körper unter einander statt findet.Die sondern sich hier vom Eisen ab, gehen in die Schla-cke über, und werden so, in einer wodifikirten Gestalt,geschieden.

Man sieht den Kohlenstoff als Hauptnrsache der lln-geschmcidigkcit an, es besteht also, da dies völlig gekün-det ist, ein vorzüglicher Kunstgriff der Verfrischung darin:diesen Stoff von dem Eisen zu scheiden.

Je mehr aber ein Roheisen davon enthält, destogrößer sind die Schwierigkeiten, es gänzlich davon zuscheiden.

Der erste Grundsatz bei der Roheisenverftischlingist also der: Ein solches Roheisen dazu zu wähle»«, wel-ches die wenigsten fremdartigen Substanzen enthalt.

Es kann aber nicht als reiner Kohlcnstcff, joudern nur<ÜS Graphit davon geschieden werden.

Pb 4