394 -
Fünfcec Abschnitt.
§- 543 -
Aus dieser Erklärung ergiebt sich ^ daß die Roheisen«verfriichung ein wirklicher Oxydationsprojeß ist. DerAbgang, welcher daher bei jeder Verftischung start fin-der, ist im folgenden zu suchen:i) in der Absonderung des Graphits, unds) in der zufälligen Oxydation des Eisens wahrend derganzen Arbeit; oder genauer:
s) In der Oxydation des mit dem Kohlenstoff ver-bundenen Eisens;
d) in Absonderung des im Roheisen präexistirendcii
Eisenoxyds;
c) in der zufälligen Oxydation des Eisens wahrenddem Frischen überhaupt;
ö) in der Absonderung des Kohlenstoffs, und
e) in der Absonderung des etwa eingemischten fremde»
Metalles, des Schwefels oder Phosphors.
Hieraus ist klar, daß, um die fremdartigen Sub-stanzen von dem Roheisen zu scheiden, eine beträchtlicheEisenmcnge unnütz verbrannt werden muß. Ob aber die-sem Fehler jemals ganz abgeholfen werden könne,ist sehr zu bezweifeln.
§- 344 -
Praktische ^erfcischungsrcgeln.
Weiter unten ist gezeigt, daß bei den gewöhnliche»Verfrischungen vorzüglich in Betracht komme: i) die Be-schaffenheit und Menge des jedesmal zu verfrischciidc»Roheisens; 2) der Heerdbau; 3) die Windführung undStarke des Gebläses; 4) die Beschaffenheit und Mengt