Buch 
Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
Entstehung
Seite
396
JPEG-Download
 

Z-6

Fünfter Abschnitt.

, tz. Z46.

S6)warze Blcchfiüttt.

Die erste Arbeit, welche der Blechschmidt mit denfertigen Sturzen vornimmt, ist das Uhr wällen, wor-unter das erste Breiten, Ausbreiten der Sturze zu Blechverstände!» wird. Haben sie hier eine Breite von 6 bisb Zoll bekommen, so werden sie, bei 4, 6, 6 und mehre-ren Stucken, nachdem sie leicht oder schwer sind, zusam-men gelegt, in die Zangen genommen, und nun vollendsausgebreitet unö fertig geschmiedet.

Man bedient sich zum Wärmen, entweder des ge-wöhnlichen Heerdes, (Blechfeucrs) oder eines Ghüh-ofens (§. 256.) Letzterer hat Vorzüge, weil 1) beiihm die Unkosten aufs Gebläse, als für Räder, Blaswelle,Bälge rc. wegfallen; weil 2) bei ihm eine ansehnliche Er-sparung des Brennmaterials statt findet, und weil z) fürdie Schmicde mehr Bequemlichkeit dabei statt findet. Er-laubt es die Lage des Werks, so können zwei Blech'Hammer und ein Abricht« Planir- oder Platsch'Hammer, bequem von einem Glüheofcn bedient wer-den. Ferner sollte sich in jeder Blechhütte auch ein Walz-werk befinden, um darunter, wo nicht alles, doch dasmeiste Blech zu walzen, wodurch es den höchsten Gradder Egalität und Glätte bekommt und dadurch zu hundertArbeiten weit brauchbarer wird. Laßt sich ausser der Hand-scheere noch einer Wasserscheere anbringen, so ist esdesto vorthetlhastcr. Endlich macht ein Schleifsteinnoch ein wesentlich nothwendiges Stück in der Blech-hätte aus, um damit An,böse, Echteren rc. schleifen z"können.