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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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446
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446 Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie.

§. Zyr.

Bereitung des geschmeidigen Eisens.

Geschmeidig Eisen kann entweder bei einer passendenVorrichtung, unmittelbar aus den Erzen erhalten wer«den, oder man stellt es durch ein neues Um schmelzendes Roheisens dar.

Aus Eisenerzen.

Die (§. 3/8.) vorgetragene Theorie über die ver»schiedcncn Zustande des Eisens, giebt Anleitung zur Be»rcitung des »geschmeidigen Eisens überhaupt, und alsoauch zur unmittelbaren Gewinnung desselben aus denEtsenerzen.

Der einzige zu beobachtende Umstand dabei ist nein»lieh: daß das'Etscn wahrend dem Wiederherstellen undAbscheiden der unmetallischcn Theile, keinen Kohlen»st off cinschlnckk. Oiesemnach darf der Ofen *.), worindie Verschmelzung der Eiscnminern geschieht, so niedrigals möglich seyn, damit das Eisen nach seiner Wieder»Herstellung, keine Gelegenheit sich mit dem Kohlenstoffzu verbinden, findet.

Um diesen Zweck zu erreichen, bedient man sich nichtder eigentlichen Ocfen, sondern einer Art Fcischhcerde,wo eine nur eben hinlängliche Kohlcnmcngc und die Wür»kung des Geblases, die zu erreichende Absicht befördert,und die Verbindung des Kohlenstoffs mit dem Eisen ver»hindert. Der bekannte Zerrenheerd und die Ren»wcrkssch miede liefern praktische Beispiele hierzu.

*) Z. B. das Zerrenfeuer.

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