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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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479
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iste Abtheilung. Vom Stahl. ^ 479

s) Flachgevierier oder Zwelduphstahi, ist vier Zollbreit und drei Linien dick» er ryird mit zweiPunkte»/ und der erste mit drei Punkten be»zeichnet.

3) Kicingcvicrter oder Dreiduphmock; dies ist der Aus»schuß der erster» Sorte.

4) Flachgeviertec oder Zweiduphmock, ist der Ausschußvon dlro 2.

' 5) NMannerstahl, ist fünf Zoll dick/ und von groß«körnigterm Bruche als wrc>. 1./ übrigens der nein«L ' lichc.

6 ) GrosdickLevierter/ ist ach! Zoll dick und der vor*hergehenden Sorte gleich.

§. 4l7.

Eintheilung des Roh st ahls.Man theilt den R 0 k'sta bl a) in Kernstahl obrekeinen Stahl und d) in eise nfasrigten Stahl/ wel<cher Mittelkorn genannt wird.

Erstere Sorte ist mancherlei Abänderungen der Hae»1 e, Feinheit und Gleichheit unterworfen. Die härtesteEvrte unterscheidet sich im Bruche durch eine weißgel»be, glimm rige Farbe; wird^c rothglühend in kalieSDasser geworfen, so bemerkt man ein häufiges Knacken,wodurch er feine Querrisse bekommt und nachher leichtspringt. Bei starken Stäben, welche einige Zeit nachden, Abkühle» im Wasser liegen, bemerkt man in derMitte jedes Bruches, meistens einen runden Fleck, wel-ker Rose genannt wird. Diese Rose ist schwarz, braun,blau, gelb, oder röthlich. Manche Arbeiter schließen vondieser Farbe auf die Güte dcö Stahls. So soll z. B. die

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