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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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501
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! isie Abtheilung. Vom Stahl. 521

! welches gewiß geschehen würde, wenn er diese Vorsichtnicht brauchte, und alles auf einmal vor den Wind^ bringen wollte.

Die Schlacke (daS Lech), welche sich beim Aufbre-chen und Rühren im Herrde an daS Spelt hangt, giebtdas Hauptkennzeichen ab, welches den Stahlschmidt beimschmelzen des Schreis leiten muß, ob und wie viel eran Lech von der vorigen Arbeit zusehen soll. Er muß dem-nach sein Rohstahlcisen kennen und zu beurtheilen wissen,Wann und wie viel er von diesem Zusähe gebrauchen soll.Einiges Rohsiahleiscn ist so geartet, daß eS keines Lechsi»m Zusätze oder Flnße bedarf; e>.nc andere Art verlangtwenig, eine dritte hingegen viel von diesem Zusätze, wennes schmelzen soll.

Je heißer das Rohstahlcisen geblasen ist, d. h. jeWehr cS Kohlenstoff besitzt, je weniger hat daS Lech nö-thig, und im Gegentheil verlangt es desto mehr, jebischer das Robstahleiscn geblasen, oder je armer cS anKohlenstoff jste DaS Lokal einer Stahlhütte, ob daS Feuerkalt oder warm liegt, macht im Zusätze des FlusscS ebcn-> lails einen Unterschied. Ein kaltes Feuer verlangt mehr,Ein warmes weniger. So auch in, Anfange und gegen dieMitte der Woche, wo ein neuer Heecdstein gelegt wird.

! Wenn also der Stahlschmidt aus dem Lech, daS sich' E>n den Rcngel legt, findet, daß die Schmelzung nicht gc-^ hörig vor sich gehen will, so setzt er nach und nach so^ diel Lech von der vorigen Arbeit zu, bis der dünne Flußl Erfolgt. So wie dieser aber erfolgt, verstärkt er allmah-I den Wind, und treibt diesen in dem Augenblicke, dadas Ganze in dünnen Fluß gekommen ist, aufs höchste,damit die Masse einen möglichst gleichen Schmclzgrad er«

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