§04 Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie.
Man hangt nun das Geblase ab, und bringt die Koh»len, samt dem Lech, welches sich auf dem Schrei best»»dct, auf die Gichtplatte, um beim folgenden Elscnschmclzcnwieder davon Gebrauch zu machen. Alsdann wird derSchrei, welcher sich rund im Hcerdc fest angehängt hat,auf allen Seiten mit dem Rengel loß gestoßen, in dieHöhe gerichtet, mit Hacken und Zangen herausgezogen,unter den Hammer gebracht, und in 6 bis 8 Stücke mitdem Setzeisen gehauen. DieS verrichten zwei Arbeiter,«in dritter besorgt unterdessen die Reinigung des Heer»des von den stutzigen Schlacken rc. welche nicht weiter ge»braucht werden. Nach der Reinigung und Ausbesserungdes Heerdes kommen die gahren Schlacken samt den glä»henden Kohlen von der Gichtplatte wieder in dcn Heerd;man giebt eine Schaufel voll Hammerschlag auf, setzt wie»der Rohstahleiscn zu, und beginnt den Prozeß von vor».
§- 434 -
' z.) Schmieden des Stahls.
Bei demselben Feuer, worin das Schmelzen einesneuen Schreis verrichtet wird, geschieht das Ausschulte»den der Stücke des vorigen Schreis, wobei der Stalst»fchmidt mit eben der Sorgfalt als beim Schmelzen zu Weckegeht. Je genauer und vorsichtiger er bei beiden ist, jemehr gereicht es dem Stahle zum Vortheil. Eben so»wie durch das Schmelzen die innere Güte des Stahls be»wirkt wird, verschaff man ihm durch das Schmieden au»sere Schönheit.
Der Stahlschmidt spannt also das Stück, welches erzu einer Stange auSschmieden will, in die Warmezange,laßt es auf der Gichtplatte am Feuer warm werden, u»dbringt es hierauf inS Feuer, sieht aber dahin, daß die