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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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514
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5i4 Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie. -

sie ihren Ausweg durch hiczu an dem untersten TheilersGewölbes befindliche köcher. An der vordem Seite istder Oten offen, um den zu röstenden Eisenstein da hinein;u bringen.

Man bedient sich vorzüglich dieser Ocfcn zn den so»genannten kleinen Eisenstcinsgattungen, diesekönnen auf die gewöhnliche Art, im Freien, nicht gerö»stet werden. Oeflers sind sie sehr reichhaltig, und müs»sen deshalb auch häufig durchgesetzt werden; da sie aberpicht selten Rohgang'verursachen, so ist es nothwendig,«ine Rüstung mit ihnen vorzunehmen. Sie geschiehet in»dem dieser kleine Eisinstein, g biS 6 Zoll doch, mit einemeisernen Harken auseinander gezogen wird, und so demFlarumenfcuer, welches beständig darüber wegspiclt, diegehörige Zeit ausgesetzt bleibt.

§. 444 >

Bei der Rüstung überhaupt ist noch zu merken, daßeine jede Eiscnstemssorte für sich allein geröstet werdenmuß. Auch darf selten der Fluß oder Zuschlag mit demElsenstetn zugleich geröstet werden, denn ist z. B. der Zu»schlag Kalk, und die zu verflüchtigende Körper Schwe»fcl, Pohsphor oder decgl. und geschieht die Operation et»was bcfrig, so wird sich die entbindende Schwefelsaurenut dem Kalk vereinigen, einen Gips bilden, und diesernachher Rothbruch verursachen.

§- 445 -

Der am meisten gebräuchlichste und fast zu jedem Ei»scnstein passendste Röstofen ist dieser:

Er hat entweder eine quadratische oder länglich vier»festig« Gestalt. Nachdem es erforderlich ist, schließen dir