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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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516
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ZI§ Fünfter Abschnitt. HütLenökonomie.

§. 446.

4) Rösthäuser.

Ein Rosthaus ist eine große, mit einem Dach und' Wanden versehene Röststatte, worauf verschiedene*stüngsarten unternommen werden. Bei Anlegung dersel-ben ist zu beobachten, daß die Windfange nur im Inner»des Rasthauses ihren Ausgang nehmen. So wie bei je*der eingeschlossenen Röstung, also auch hier muß der Zugder Luft möglichst befördert werden. Je mehr Zuglöchersich anbringen lassen, je besser geht die Röstung vvn statten/wenn das Mineral ncmlich starke Hitze erfordert.

§ 447 -

Vom Rösten M!t Steinkohlen.

Da, wo Hol,Mangel den Gebrauch der Holzkohle»-erbietet, bedient man sich der Steinkohlen. Man be-dient sich auch hier nur der jchlcchtern Gattungen zul»Rösten; rode, unabgeschwcfelte und feite Kohlen sind aberdicht zu gebrauchen, weil sie leicht zusammen backen undein mattes Heuer geben. Uebcrdcm würden sie dem Esisen sehr schädlich werden. Am besten tst's, wenn ma»der Röststatte eine eiserne Röste giebt, ihre Sohle hohlschlagt und einen Aschenfall macht. Don vorn bis hilsi«en muß eine Flammengassc vorgerichtet werden; die grö>dem zu röstenden Steinstücke müssen unten, dann dirmittlern, und zuletzt die kleinern gelegt werden. DasAnfeuert» des Rostes geschieht mit etwas Holz. Hat derEteinkohicndampf beim Anfeuern nachgelassen, und eszeigt sich ein blauer Schwefeldampf, so laßt man dasFeuer abgehen, und der Rost brennt, nachdem er gr>^ist, 6 3 Tage in sich selbst fort.