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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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524 Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie.

§- 454 -

Bestandtheile der Pflanzenkohle, Kohlenstoff.

Die gewöhnliche Holzkohle besteht aus Kohlen»st off, Kal kerbe, Potasche und Wasser, zuweilenenthält sie auch etwas Magnesium.

Der Chemiker versteht unter Kohle, den wesentli»chen Theil derselben, den Kohlenstoff; dieser ist eineinfacher Körper, welcher sehr häufig in der Naturverbreitet, und eine von Kalkerde, Potasche und Was»ser v 0 !lk 0 mmen gereinigte Substanz, der schwär»zc, färbende Theil, der vegetabilischen Kohle ist.

Die wahre wesentliche Kohle ist also der schwarzeStoff, Kohlenstoff genannt.

Der Kohlenstoff macht die Grundlage von der Kob»lensaure aus. Trift er irgendwo Sauerstoff an, soverbindet er sich damit und bildet die Kohlensäure,oder das ko'hlengesäuertc Gas, und dies besteht al»so aus Koh lc n stoff und Sauerstoff, beide sind durchden Wacmestoff in Gasgestalt verwandelt.

Kömmt die Kohle im glühenden Zustande mit Was»serdampfcn in Berührung, so zerlegt sie das Wasser,nimmt den Sauerstoff desselben in sich, erzeugt damu Koh»lensaure und macht den Wasserstoff frei, welcher sich alSWafferjtoffgas i.§. 65.) oder instammable Luft entbindet.

Destillier man Kohlenstoff, welcher einige Zeit derLuft ausgesetzt war, so erhalt man Kohlensäure, Wasser»sioffgas und weiter nichts. Die Kohle bleibt in der Rctoc»te, in ihrem natürlichen Zustande zurück , nur ist sie jetzt«rwaS leichter.