L6L- Fünfter Abschnitt. Hüttenökonomie.
. §. 484 - ' ^
Kohlen, welche eine Zeitlang trocken anfbewahrtsind, würken im Feuer starker, als die, welche man ganz ^frisch aus dem Mieter verbraucht. Dies ist der wenigenFeuchtigkeit, welche sie aus der Atmosphäre anziehen, zu- >zuschreiben. Zu viel Feuchtigkeit verhindert einen hohen iFeuersgrad, und eine völlig trockene Kohle befördert !ihn nicht. Da nun aber beim Aufbewahren, durch das ^Einfüllen und Ausstürzen, die Kohlen einen merklichenVerlust leiden, wodurch sie daS, was sie an Güte ge»winnen, wieder verlieren; so bleibt es immer Vortheil»haft, die abgeladenen Kohlen gleich zu verbrauchen.
§- 485. i
Anmerku n.g e n. ^
Die VerfahrungSart beim Kohlwesen ist nicht allcnt» ^halben dieselbe, sondern man weicht hie und da etwasdavon ab. So z. B- werden die Klüfte in dem -Mielerdort fast senkrecht gerichtet; die innersten so angelehnt,daß sie nur nicht zurück fallen, und die a'uscrsten, daßsie kaum die Mitteldecke und Erde vermöge der Rüsten >
tragen können; hier stellt man sie weit vertikaler. Wird ^
im ersten Fall der Mieler angezündet, so faßt das Feuerdie ersten schwachen Klüfte, und das am Quandcl senk»recht stehende Holz stürzt nieder, das in der Haube be» !findliche kurze Holz folgt nach, und der Köhler muß zufüllen anfangen. Ist das Hol; zu stark angelehnt, soerhält eS sich zwar schwebend, und die Haube setzt sichnicht, sie muß aber nieder gestoßen, und der Mieterdemvhngeachtet gefüllt werden. Hierdurch gehet Holz vec»lohrrn, und die nahe am Quandel befindlichen Kohlen