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Systematische Eisenhüttenkunde mit Anwendung der neuern chemischen Theorie / von Wilhelm Albrecht Tiemann
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569
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Zte Abtheilung. Von den Steinkohlen. 569

Die beste Alt Steinkohlen ist die Glanzkohle. Siefließt im Feuer zn einer Art Kuchen zusammen, giebt ei»ncn ausserordcntliHon Grad von Hitze, und laßt wenigAsche und Schlacken zurück. Die Schiefcrkohle hingegenbrennt mir c.ncr lodernden Flamme, und hinterlaßt vielAsche und Schlacke.

Die Lagerstätte der Steinkohlen sind Flötzgebürge,meistens Kalk» und Schiefergebürge. Sie brechen oftnahe bei Alaun» Vitrivlbergen u. s. f. Die-besten Loh»,len finden sich meistens nur in der Tiefe.

Sie geben eine beträchtliche Hitze; zzo Pfund Stein»kohlen geben eben so viel Hitze als 600 Pfund Buchen»holz. Die Anzündung derselben hält etwas schwer, bren»neu sie aber erst, so zeige» ,.e sich sehr feuerbeständigund anhaliend. Eine noch stärkere Hitze geben sie, wennman sie mit Wasser bespritzt.

- §- 488. , .

Am häufigsten kommen die Schwefelkohlen vor.Da diese wahrend dem Brennen einen sehr Übeln Ge»ruch und zugleich einen unangenehmen starken Dampfverbreiten, so rst eS nöthig, sie zuvor abzuschwefeln.

Um dies zu verrichten, d. h. um die Steinkohlen vomSchwefel und dem üderflüßigcn Ocl zu hefreie», und siealso zu gemeinnützigem Gebrauch geschickter zu machen, soverfahrt man damit auf eine ähnliche Art, wie hei derHolzkohluug, mau schichtet sie in Miclcru auf, und brenntsie einmal durch. Ist der Antheil des Schwefels und desDels beträchilich, so werden zu deren Gewinnung beson«dere Anstalten getroffen. Es geschieht daher daS Abschwr»feln in besonders dazu eingerichteten Ocfcn.