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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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Zapfen umgreifen. Indem sich je zwei Zapfen gegenüberstehen, erhält maneine kreuzförmige Form der Kupplung. Die Bewegungsübertragung geschiehtalso durch den Ring, indem sich die Zapfen in demselben drehen können, wenndie Wellen im Winkel untereinanderstehen, oder indem sie sich in demselbenverschieben, wenn die Achsenrichtungen nicht genau zusammenfallen.

(Fig. 122) Berlin -Anhaltische Maschinenbau-A.-G. in Dessau läßtauch die Kupplung noch deutlich erkennen. Die eine Hälfte des Ringes ist fort-gelassen. Für größere Winkel umgiebt man die Zapfen noch mit Rotgußbüchsen.

o. Lösbare oder Ausrückkupplungen.

Soll die Verbindung zweier Wellen beliebig gelöst und wiederhergestelltwerden können, so sind Ausrückkupplungen anzuwenden. Es wird z. B- beieiner Transmissionsanlage sehr häufig nur dieser oder jener Wellenstrang zeit-weilig gebraucht, so daß es unnütze Kraftvergeudung wäre, wollte man ihn stetsmitlaufen lassen. Durch Einschalten einer Ausrückkupplung kann man diesenWellenstrang außer Verbindung mit der treibenden Welle bringen. Oft ist esauch geboten, besondere Maschinen allein nur stillstellen zu müssen, weshalb manin den Antrieb der Maschine auch hier eine Ausrückkupplung einschaltet.

Die Ausrückkupplungen sollen nun das Ein- und Ausrücken während desGanges der Transmission gestatten. Diesem Erfordernis kommen sie jedoch nichtalle nach.

Man unterscheidet hauptsächlich zwei Arten von Ausrückkupplungen, und zwar:die Zahnkupplungen unddie Reibungskupplungen.

Die Zahnkupplungen.

DieKlauenkupplung(Fig. 123u.124), welche heute noch trotz ihrer Übelstündevielfache Verwendung findet, besteht, ähnlich wie die Ausdehnungskupplung (Fig. 118und 119), aus zwei mit drei Zähnen versehenen Kupplungshälften, welche genau in-

einanderpassen. Die eine Kupplungshälfte ^ ist mit dem treibenden Wellenende lVfest verbunden, die andere Kupplungshälfte L ist auf dem Wellenende verschieb-bar angeordnet. Eine Feder vermittelt die Mitnahme der Welle im eingerücktenZustande. Die Zähne 2 sind schraubenförmig ansteigend gestaltet und fallennach der andern Seite gerade ab. Wird jetzt die Hälfte L gegen die Hälfte ^

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