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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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verschoben, so greifen die nach der anderen Seite scharf abfallenden Zähnehintereinander, und es erfolgt Mitnahme der Hälfte 8 und damit der Welle IV ^Das Verschieben der Hälfte 8 erfolgt mittels Hebel oder dergl., welcher sich indie Nute 6 legt.

Pros. Bach schreibt in seinenMaschinen-Elementen":Das Einrücken derKlauenkupplung ist nur im Ruhezustände wobei dann die Klauen beiderMuffen, also auch die Wellen, sich in einer solchen Lage zu einander befindenmüssen, daß ein Einrücken möglich wird oder bei kleinen Geschwindigkeiten bezw-Geschwindigkeitsunterschieden zulässig, es sei denn, daß die durch das Einrückenzu beschleunigenden Massen gering sind und die Milderung der Folgen plötzlicherMitnahme durch federnde Nachgiebigkeit im Triebwerk möglich wird. Im letzterenFalle wird das Einrücken zwar technisch statthaft, erscheint jedoch vom Stand-punkte der Betriebssicherheit aus nichts weniger als empfehlenswert. Treffendie bezeichneten Voraussetzungen nicht zu, so entstehen durch das EinrückenStöße, welche Brüche im Gefolge haben können."

Wird die verschiebbare Kupplungshälfte nur durch eine Feder mit derWelle verbunden, so erfährt die Feder eine starke Beanspruchung durch Hinaus-

Fig. 12s.

kanten aus der Nute. Bei Anordnung zweier Federn wird diese Wirkungerheblich vermindert. Daß bei Übertragung größerer Drehungsmomente dieKräfte in den sich berührenden Klauenflächen, wie auch in den Berührungs-flächen der übertragenden Federn in den Muffen (der verschiebbaren Kupplungs-hälfte) und damit auch die Reibungswiderstände, welche bei der Verschiebung,der Ausrückung, zu überwinden sind, sehr bedeutend ausfallen müssen, infolge-dessen dann das Ausrücken während des Betriebes oder mit voller Belastungnur schwer oder gar nicht vorgenommen werden kann, ist ein bekannter Übel-stand der Klauenkupplung". Durch die Stellung der Zähne der Klauenkupplungkann die Kraftübertragung auch nur in einer Richtung erfolgen.

Diese Übelstände sollen durch die Hildebrandtsche Zahnkupplung ver-mieden werden (Fig. 125u. 126), Ausführung von Gebr. Benckiserin Pforzheim .Auf beiden Wellenenden ist je eine Kupplungshälfte ^ und 8 fest aufgekeilt.Auf der Kupplungshälfte 8 ist verschiebbar eine mit Zähnen 2 verseheneHülse 0 angeordnet. Wird diese Hülse 0 beim Einrücken auf 8 verschoben, so