Bei kleinerem Durchmesser und großer Kraftübertragung lege man einen zweitenRiemen über den ersten, so daß beide Riemen sich gegeneinander verschiebenkönnen. In solchem Falle ist beste Ausführung notwendig, und die Zusammen-fügung der Enden mittels Leimen wird nicht verabsäumt werden dürfen."
„Es empfiehlt sich, den Riemen vor dem Auflegen mäßig auszustrecken, wasam besten durch Aufhängen des verbundenen Riemens und allmähliches Hinein-legen von Gewichten geschieht."
„Riemen über 100 nam Breite dürfen nicht vor dem Auflegen auf Längezusammengefügt und dann von der Seite auf die Scheiben aufgeschoben werden,sondern sie müssen mit dem Riemenspanner aufgelegt werden."
„Die Verbindungsstelle sowie alle Ansätze an Riemen müssen so laufen,daß kein Gegenprallen gegen den Scheibenumfang stattfinden kann."
„Gleitet ein Riemen, so muß man etwas Talg auf die Laufseite des Riemens auf-streichen. Anfangs wird der Riemen vielleicht noch mehr gleiten, bald aber nimmtderselbe den Talg auf, schwillt dadurch an, kürzt sich und zieht dann um so besser."
„Um das Gleiten des Riemens zu verhindern, und um diesen in bestemZustande zu erhalten, ist reiner Rindstalg mithin das beste Mittel. Kolopho-nium ist, wie alle harzigen Stoffe, durchaus zu vermeiden."
„Krumme Stellen in guten Riemen kann man durch Anfeuchten der kurzenSeite mit warmem Wasser und Klopfen derselben mit einem leichten Holzhammernebst gleichzeitigem Anspannen des Riemens beseitigen."
„Die Riemen sollten von Zeit zu Zeit mit warmen Wasser abgewaschen,abgebürstet und nachher mit warmem Talg gefettet werden, vor Ingebrauch-nahme muß der Riemen vollständig trocknen."
Die Lebensdauer eines Riemens ist äußerst verschieden und hängt von denmannigfachsten Faktoren ab. Gekreuzte und halbgekreuzte Riemen laufen natürlichnicht so lange als offene Riemen.
Für nasse oder kalte Betriebe eignen sich Guttaperchariemen. Gehrckensverwendet bei feuchten Betrieben mit Erfolg imprägnierte Riemen (Leder wieWasserstiefel gearbeitet).
Die Riemenverbindungen.
Von einer Verbindung der beiden Riemenenden verlangt man in ersterLinie, daß sie an keiner Stelle dicker ist als der Riemen selbst. Diese Bedingungerfüllen allerdings die wenigsten Riemenverbindungen, annähernd läßt sich diesdurch Zusammenleimen oder Zusammennähen der beiden Riemenenden erreichen.Da man aber auch von den meisten Riemenverbindungen verlangt, daß sie daswiederholte Verbinden beim Kürzen des Riemens leicht gestatten, ist der geleimteoder genähte Riemen nur für solche Triebe zu verwenden, die sehr wenig odergar nicht gekürzt werden, wie Haupttriebe, Dynamotriebe mit Nachstellung desDynamos oder Elektromotors selbst oder für Triebe mit Spannrollen und Nach-spannvorrichtungen der Wellen.
Sehr viel Verwendung findet Harris Riemenkralle (Fig. 255). DieseKralle ist aus schmiedbaren Guß hergestellt und auf einer Seite mit Zähnen versehen.