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ganz besondere Elasticität besitzen und deshalb die durch die kleinen Scheibenbedingten scharfen Biegungen besser aushalten. Auch bei Anlagen, wo die Seileunruhig laufen, bei Gasmotoren, ferner bei elektrischen Anlagen sowie bei ge-kreuzten Betrieben sind Baumwollseile den Hanf- und Manilaseilen vorzuziehen."
„Für Betrieb im Freien eignen sich am besten Manilaseile mit besondererImprägnierung, da solche die Feuchtigkeit weniger aufnehmen, als die Schleiß-hanffaser. Ganz besonders gute Resultate haben wir indessen in solchen Fällenmit Baumwollseilen, die wir mit einer besonderen Imprägnierung versehen, ge-macht, und können wir solche deshalb empfehlen, wenn weniger auf den Preisals auf die gute Haltbarkeit gesehen wird."
„Zu ganz besonders schwierigen Anlagen zählen ferner sogenannte vertikaleBetriebe. Bei solchen Anlagen wählt man am besten Manilaseile wegen desspecifisch leichteren Gewichtes oder aber noch besser Baumwollseile, und ist dieSeilzahl auch möglichst voll zu nehmen, damit die Seile nicht zu sehr in An-spruch genommen werden. Es ist auch besser, hier Seile von kleinerem Durch-messer in desto größerer Anzahl zu wählen."
Lueger , „Lexikon der gesamten Technik", sagt: „Transmissionshanfseilevon 25 bis 60 wm Durchmesser wählt man am besten festgeschlagen von badi-fchem Schleißhanf für Jnnenräume. Losgeschlagene Seile sind zwar biegsamer,für Scheibendurchmesser von 20 bis 30facher Seildicke anzuwenden, etwasleichter und daher billiger, behalten aber ihren Durchmesser im Betriebe nichtso gut bei und laufen daher nicht so gleichmäßig und dauerhaft wie fest-geschlagene Seile."
Lose und festgeschlagene Seile unterscheiden sich nach der Art ihrer Flech-tung. Die festgeschlagenen Seile sind fester geflochten als die lose geschlagenen.
Damit die Seile den Witterungseinflüssen besser widerstehen, sind siewenigstens alle drei Monate zu schmieren. Hierzu wird empfohlen, das trockeneSeil durch eine Lösung von 100 g Seife in 1 Liter Wasser durchzuziehen unddann zu trocknen. Dann streiche man es mit heißem Theer an und lasse estrocknen. Diese Behandlung ist sowohl für Seile im Freien als auch im Innernvon Gebäuden zu ihrer Erhaltung zu empfehlen.
Die Haltbarkeit eines Seiles hängt wesentlich von der Güte der Herstellungder Rillen ab. Diese müssen überall gleichen Querschnitt haben und äußerstglatt gedreht sein. Natürlich muß die Rillenform der Gegenscheibe mit der-jenigen der antreibenden Scheibe genau übereinstimmen.
Die Verbindung der beiden Seilenden erfolgt durch Spleißung. DieseArbeit erfordert eine große Gewissenhaftigkeit des ausführenden Arbeiters. DieSeilenden werden zu dem Zwecke des Spleißens auf 1 bis iVs m aufgedrehtund dann die Litzen des einen in die Litzen des andern Seiles eingeflochten.Ein Mann kann täglich 4 bis 5 Seile spleißen und auflegen, wenn ihm aus-reichende Hilfe zu teil wird und nicht besondere Schwierigkeiten vorliegen.
Die zur Verbindung der Seilenden konstruierten Seilschlösser haben sichnicht eingeführt, sie können die Seilscheiben durch ihr Aufschlagen leicht be-ickädiaen und verursachen ein unangenehmes Klappen.