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Der praktische Maschinenbauer : ein Hand- und Lehrbuch über den modernen Maschinenbau, sowie über das Wesen der Elektrizität und ihre Anwendung in der Industrie, insbesondere im Maschinenbau / von G. Ripke und F. Liebetanz
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§

Fig. 327.

treten kann. Die Stirnflächen der Ringe müssen genau in die Nuten passen,d. h. der ganze Ring muß genau in die Nute passen, damit nicht Dampf hinterdie Ringe treten kann, trotzdem müssen sie sich leicht in den Nuten bewegenlassen. Bezüglich der Herstellung der Federkraft der gußeisernen Ringe heißtes in Pros. BachDie Maschinen-Elemente":Man gießt einen mit Lappenoder einem Flansche zum Aufspannen versehenen Hohlcylinder, der eingedrehteinen äußeren Durchmesser besitzt, welcher den

Cylinderdurchmesser um die Größe -j- zr

überschreitet (Fig. 328 u. 329), / ist hierbeieine Zugabe, welche erforderlich wird, umnochmaliges Abdrehen vornehmen zu können.

Es genügt ^ 3 bis 8 mm, je nach derGröße des Cylinderdurchmessers. Hieraufwerden von dem Cylinder die Ringe abge-stochen und deren Stirnflächen sauber be-arbeitet. Dann erfolgt das Ausbohren oderAusstößen (Hobeln) zweier Ringstücke abumund ockox, wie in Fig. 328 schraffiertangedeutet ist. Die senkrecht zur Ringachsestehenden Flächen mu und ox müssen nunsorgfältig zusammengearbeitet werden, damit

sie, aufeinanderliegend, abdichten. Alsdann wird der Ring mittels eines Spann-ringes zusammengezogen, auf die Planscheibe gespannt und auf den Cylinder-durchmesser abgedreht, wobei man sich besonderer Aufspannvorrichtungen bedienenkann, oder wobei der Ring durch einean seiner inneren Cylinderfläche durchSchrauben befestigte Platte zusammen-zuhalten und durch von innen nachaußen greifende Arme zu packen ist.

Ohne eine solche Platte oder Aufspann-vorrichtung ist das Abdrehen nur dannmöglich, wenn der Spannring etwa nurhalb so groß ist wie der Liderungsring,der in diesem Fall einmal umgespanntwerden muß. Die durch Befestigung

der zusammenhaltenden Platte entstehenden Löcher sind nach Beseitigung derVerbindung durch Verschrauben und Vernieten auszufüllen. Manche Werkstättendurchbohren die beiden übereinanderliegenden Lappen und schlagen einen Stiftdurch zum Zwecke des Zusammenhaltens. Allerdings setzt dieses Verfahren starkeRinge voraus."

Nach dem Abdrehen kann der fertige Ring in die Nute des Kolbenkörpersgebracht und können die sich berührenden Stirnflächen zusammengeschliffen werden.Das ist nicht blos der guten Abdichtung wegen, sondern auch deshalb nötig,

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L

Fig. SSS.

M

n.

Fig. S2S.